News Ticker

Augenerkrankung Glaukom (Grüner Star)

Beim Verdacht auf ein Glaikom sofort den Augenarzt aufsuchen

Augen, Augenerkrankung, Wortwolke
Bild. Fotolia

Das Glaukom, auch Grüner Star genannt, bezeichnet eine Reihe von Augenerkrankungen unterschiedlicher Ursache, die einen Verlust von Nervenfasern zur Folge haben.

Bei fortgeschrittenem Krankheitsverlauf macht sich dies an der Austrittsstelle des Sehnervs als zunehmende Aushöhlung (Exkavation) des Sehnervenkopfes (Papille) bemerkbar Infolgedessen entstehen charakteristische Gesichtsfeldausfälle (Skotome), die im Extremfall zu einer Erblindung des betroffenen Auges führen können. Ein erhöhter Augeninnendruck stellt einen der wichtigsten Risikofaktoren für ein Glaukom dar.

Der alte Begriff „Grüner Star“ beschreibt einerseits das häufig zu beobachtende (blau-)grünliche Schimmern der Iris beim fortgeschrittenen Glaukom, andererseits den „starren Blick“, wenn das Auge erblindet ist.

Bild: Wikipedia

Betroffene Menschen bemerken das Glaukom in der Regel sehr spät. Die von Augenärzten angebotene kostenpflichtige Untersuchung des Augeninnendrucks ist umstritten bei den Medizinern. Behandelt man aber diese schleichende Krankheit nicht, kann Erblindung die Folge sein. Lange Zeit galt ein erhöhter Augeninnendruck als alleinige Ursache eines Glaukoms. Inzwischen weiß man aber, dass dies nur ein Risikofaktor ist. Eine zweite häufige Ursache für die Zerstörung der Zellen ist mangelhafte oder schwankende Durchblutung. Sehr oft kommen erhöhter Augeninnendruck und niedriger oder schwankender Blutdruck zusammen.

Die Standardtherapie zur Behandlung des Glaukoms ist in der Regel Tropfen. Der Nachteil dieser Behandlungsmethode ist, dass die Patienten die Tropfen immer dabei haben müssen. Auch wird von Nebenwirkungen wie Brennen der Augen, Husten oder Schmerzen am Auge berichtet.

Wenn diese Mittel nicht mehr helfen, muss der betroffene Kranke eine Operation in Erwägung ziehen.

Durch den einmaligen Eingriff kann der Druck im Augen weit stärker abgesenkt werden als mit Tropfen. Die Lebensqualität im Alltag wird nicht beeinträchtigt. Letztlich muss der Patient zusammen mit dem Arzt Risiken und Nutzen abwägen.

Als Vorsorgemaßnahme sollte ab dem 40. Lebensjahr ein regelmäßiger Check beim Augenarzt sein. Die Kosten für die Früherkennungsdiagnostik werden nicht von allen Kassen übernommen.

Ergänzend zur Frühuntersuchung müssen persönliche Risikofaktoren wie niedriger oder schwankender Blutdruck, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, geringe Hornhautdicke, Diabetes sowie familiäre Vorbelastung ermittelt werden.

Textquellen auszugsweise: Wikipedia/spiegel-online.de/netdoctor.de/berlin.de/Uni Magdeburg/leading-medicine-guide.de/glaucoma-association.com

Siegel Seniorenblog

 

 

 

 

 

Autorenteam Sonja und Harry Bode