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Augenkrankheiten im Alter

Beim Nachlassen der Sehkraft unbedingt zum Augenarzt.

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Bild: CC0

Nahezu jeder ältere Mensch leidet im Alter an Augenkrankheiten

Trotz guter Heilungschancen erleiden in Deutschland noch immer Tausende das Schicksal der Altersblindheit. Die häufigsten Ursachen für den Verlust der Sehkraft im Alter sind die altersbedingte Makula-Degeneration, das Glaukom, die diabetische Retinopathie und der retinale Venenverschluss.  Auch wenn sich diese Erkrankungen im Krankheitsbild voneinander unterscheiden haben sie eines gemeinsam: Sie beginnen meist unbemerkt und können ohne Behandlung bis zur Erblindung führen.

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Bild: Wikipedia

Bei fast allen Menschen lässt die Sehkraft im Alter allmählich nach und sie erkranken an Augenkrankheiten. Das ist völlig normal. Erscheinen jedoch gerade Linien krumm, verdeckt ein grauer Fleck das Sehzentrum oder engt sich das Blickfeld zunehmend ein, so können dies Anzeichen für eine ernsthafte Erkrankung des Auges wie die altersbedingte Makula-Degeneration, das Glaukom oder die diabetische Retinopathie sein. „Das Heimtückische an allen drei Erkrankungen ist, dass die Betroffenen jahrelang weder Schmerzen haben noch eine Einschränkung ihres Sehvermögens bemerken“, erklärt Prof. Dr. H. Helbig, Direktor der Augenklinik im Universitätsklinikum Regensburg.

Allein in Deutschland leiden etwa 4 Millionen Menschen unter der altersbedingten Makula-Degeneration, kurz AMD. Die Erkrankung, bei der es zu einem fortschreitenden Verlust der Sehkraft im Bereich des schärfsten Sehens, der Makula, kommt, tritt meist nach dem 50. Lebensjahr auf. Mit zunehmendem Alter steigt das Risiko zu erkranken. So ist etwa jeder Fünfte über 65 Jahre und jeder Dritte über 80 Jahre betroffen. Dabei unterscheidet man zwei Verlaufsformen, die trockene und die feuchte Variante.

Etwa 85 Prozent der AMD-Patienten leiden an der trockenen Variante. Sie entsteht, weil Abbauprodukte des Stoffwechsels nicht richtig entsorgt werden und sich in der Folge kleine, gelbliche Ablagerungen (Drusen) unter der Netzhaut bilden. Langfristig führt dies zum Absterben der Sehzellen in der Makula.

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Bild: fotolia

Bei der selteneren, dafür aber wesentlich aggressiveren Form der feuchten AMD bilden sich als Reaktion auf die Drusen krankhafte Gefäße, die in die Netzhaut einwachsen und die Sinneszellen zerstören. Außerdem sind die neugebildeten Gefäße schnell brüchig, so dass Flüssigkeit sowie Bestandteile des Blutes austreten können. Dadurch schwillt die Netzhaut im Bereich der Makula an. Diese Ansammlungen von Gefäßflüssigkeit und Einblutungen werden als graue oder blinde Flecken wahrgenommen.

Die Zerstörung der Sehzellen in der Makula beginnt schleichend und ist mit keinerlei Schmerzen verbunden. Daher schenken viele Betroffene den anfänglichen Seheinschränkungen kaum Beachtung. Am deutlichsten werden die Einbußen des Sehvermögens beim Schriftbild. Im Zentrum erscheint plötzlich ein verschwommener Fleck, sodass einige Buchstaben nicht mehr zu entziffern sind. Zunehmend fällt es dann schwerer, Gesichter oder Gegenstände, die fokussiert werden, scharf und deutlich zu erkennen. Schließlich wird der verschwommene Fleck in der Mitte des Gesichtsfeldes immer größer und gerade Linien erscheinen verzerrt und gewölbt.

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Textquellen: deutsche-seniorenliga.de

Dieser Artikel vom 23. Oktober 2013 wurde aktualisiert

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Autorenteam Sonja und Harry Bode