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Demenz Erkrankungen

Früherkennung von Demenz ist sehr wichtig um frühzeitig die Krankheit zu verlangsamen.

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Bild: fotolia

Demenz ist kein anderes Wort für Alzheimer, sondern ein Oberbegriff für rund 50 Krankheiten, von denen Alzheimer die häufigste ist.

Wie eine Demenz entsteht, wann man einen Arzt oder eine Ärztin aufsuchen sollte und welche Behandlungsmöglichkeiten bestehen – darüber geben die folgenden Seiten Auskunft. Das Wissen über die medizinischen Hintergründe hilft Demenzkranken und Angehörigen, die Krankheit zu akzeptieren und mit den Folgen umzugehen. Viele Menschen schämen sich, wenn sie die Diagnose „Demenz“ erhalten. Dabei hat die Krankheit körperliche Ursachen, die kaum beeinflussbar sind: Im Gehirn sterben bestimmte Zellen ab und Zellverbindungen lösen sich.

Die Demenz gehört zu den folgenschwersten Alterskrankheiten: Über 1 Millionen Menschen in Deutschland haben diese Hirnleistungsstörung, bei der das Gedächtnis und die Denkfähigkeit abnehmen, und sind – je nach Erkrankungsstadium – im Alltag deutlich beeinträchtigt bis stark pflegebedürftig.

Die Auswirkungen einer Demenz sind sehr vielfältig: Dement zu sein bedeutet, dass die geistigen Leistungen in mehreren Bereichen beeinträchtigt sind – so kommt es zum Beispiel zu einem Abbau des Orientierungsvermögens oder der Lern- und Urteilsfähigkeit. Sowohl das Sozialverhalten als auch die Motivation und die Persönlichkeit dementer Menschen verändern sich. Je nachdem, wie ausgeprägt die Beeinträchtigungen sind, unterscheidet man allgemein leichte, mittelgradige und schwere Demenzen.

Therapiemöglichkeiten

Die Alzheimer-Krankheit und die meisten anderen Demenzen sind nicht heilbar. Die Beschwerden lassen sich aber hinauszögern und lindern. Je früher die Therapie beginnt, desto besser. Dabei kommen gegebenenfalls Medikamente wie Antidementiva, Antidepressiva und Neuroleptika zum Einsatz. Genauso wichtig bei der Alzheimer-Therapie sind aber nicht medikamentöse Maßnahmen. Dazu zählen kognitives Training, Ergo- und Musiktherapie, in bestimmten Fällen auch Psychotherapie. Über die Art und Dauer der Behandlung entscheiden Demenzkranke und Angehörige möglichst gemeinsam mit Ärztinnen und Ärzten. Dabei müssen sie das Stadium der Krankheit und mögliche Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten berücksichtigen. Ziel jeder Therapie ist es, den Betroffenen so lange wie möglich ein eigenständiges und selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen.

Textquellen auszugsweise: onmeda.de/wegweiser-demenz.de/