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Der Schatz von San Gennaro

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Neapel sehen und sterben

Dieser weit verbreitete Spruch gilt als Ausdruck heller Begeisterung, wenn man etwas Wunderschönes entdeckt hat oder betrachtet. Damit meinen wir das kleine Museum neben dem Dom von Neapel mit dem Schatz des San Gennaro. In den letzten sieben Jahrhunderten wurde einen Goldschatz angehäuft, der wertvoller ist als die Kronjuwelen der Queen. Der gesamte Wert des Schatzes dürfte nach Schätzungen ca. eine Milliarde Euro betragen. Die Neapolitaner haben dem Heiligen über Jahrhunderte für die Erhörung ihrer Gebete und seinen Schutz gedankt. Seit dem Jahr 1305 ist eine einzigartige Sammlung von wertvollen Objekten entstanden, die teilweise im Museum besichtigt werden kann. Antike Dokumente, Silber, Schmuck und Gemälde von unschätzbarem Wert wurden dem Heiligen in vergangenen Jahrhunderten geschenkt.

Büste San Gennaro
Bild: Museo-San-Gennaro

San Gennaro (deutsch: Heiliger Januarius) ist der Schutzpatron von Neapel und wird von den Einheimischen sehr verehrt. Er war Bischof von Rom und wurde im 4. Jahrhundert von Kaiser Diokletian enthauptet.  Im Dom neben dem Museum werden jedes Jahr Messen für das „Blutwunder“ des San Gennaro abgehalten. Es verspricht nach dem Volksglauben Glück für Neapel und seine Umgebung. Heute soll San Gennaro bei Arbeitslosigkeit, Familiendramen oder Niederlagen des heimischen Fußballclubs helfen. 

Seit seinem Tod wird das Blut des Märtyrers in Ampullen aufbewahrt. Zweimal im Jahr schwenkt sie der jeweils amtierende Bischof zum Gebet der Gemeinde, bis sich das vertrocknete Blut wieder verflüssigten sich stets an ihren Stadtpatron. In den letzten sieben Jahrhunderten wurde einen Goldschatz angehäuft, der wertvoller ist als die Kronjuwelen der Queen.

Die Neapolitaner haben dem Heiligen über Jahrhunderte für die Erhörung ihrer Gebete und seinen Schutz gedankt. Seit dem Jahr 1305 ist eine einzigartige Sammlung von wertvollen Objekten entstanden, die teilweise im Museum besichtigt werden kann.  Seit dem 16. Jahrhundert verwaltet ein Laienrat (katholischen Bruderschaft in Neapel) die Juwelen, Schmiedekünste und anderen Preziosen neapolitanischer Könige und anderer Edelleute. Nur ein Teil des legendären Schatzes kann von Besuchern besichtigt werden.

Geschenk sogar von Napoleon

San Gennaro
Bild: Museo-San-Gennaro

Der Schatz von San Gennaro lagert normalerweise schwer gesichert in einem Banksafe in Neapel.  Die prunkvolle Halskette, die im 17.Jahrhundert aus verschiedenen Gaben für die Büste des Heiligen zusammengestellt wurde, zählt zu den wertvollsten Schmuckstücken der Welt. Sie setzt sich unter anderem zusammen aus Geschenken des Bourbonenkönigs Karl, der Maria Karolina von Österreich – und von Napoleon:

 

Sogar Bonaparte, der sonst nur plünderte, spendete dem Heiligen Gennaro ein Kreuz aus Diamanten und Smaragden. 

Währen das 2. Weltkriegs wurde der Schatz zum Montecassino ausgelagert. Seit dem 16. Jahrhundert verwaltet ein Laienrat die Juwelen, Schmiedekünste und anderen Preziosen neapolitanischer Könige und Edelleute; nur ein Teil des legendären Schatzes kann von Besuchern besichtigt werden.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Textquellen auszugsweise: srf.ch/portanapoli.de/Museo San Gennaro/neapel-stadt.de