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Die Gesänge der Zugvögel erleben

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Stimmungsvolle Naturschauspiele der Zugvögel im Nationalpark Unteres Odertal

Wenn über der verwunschenen Auenlandschaft im Unteren Odertal die Sonne aufgeht, erheben sich Tausende Kraniche aus dem Morgennebel. Laut rufend starten sie in großen Gruppen ihren Formationsflug über den Altarmen der Oder. An klaren Herbsttagen lassen sich die majestätischen Vögel auf den umliegenden Feldern gut bei der Futtersuche beobachten. Bei Sonnenuntergang schweben sie wieder klangvoll über der Oderniederung ein und weisen damit auch Neuankömmlingen aus dem Norden den Weg.

Rund 15.000 Kraniche rasten jedes Jahr im Herbst im Nationalpark Unteres Odertal, bevor sie in den warmen Süden fliegen. Einer der größten Sammelplätze während der Zeit des Vogelzuges liegt im Norden des Nationalparks Unteres Odertal beim deutsch-polnischen Grenzstädtchen Gartz. Dort lädt vom 28. September bis 7. Oktober die Internationale Kranichwoche zu vielen Veranstaltungen ein.

Wenn die Schwäne rufen

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Ab November wird der Nationalpark im Nordosten Brandenburgs erneut zum Schauplatz für weithin hörbare Vogelkonzerte: Bis zu 2.000 Singschwäne aus dem hohen skandinavischen Norden suchen die Auenwiesen auf, um hier zu überwintern. Und ab Januar, wenn die Tage über der märchenhaft überschwemmten Flusslandschaft wieder länger werden, tun sie sich in Paaren zusammen. Jetzt erfüllen ihre weithin hörbaren trompetenartigen Rufe noch häufiger die frische Winterluft.

 

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Gut beschilderte Wander- und Radwege führen von den beschaulichen Dörfern am Rand des Nationalparks zu reizvollen Aussichtspunkten und Beobachtungstürmen, wo das Naturschauspiel eindrucksvoll zu erleben ist. Während der Singschwantage vom 18. bis 20. Januar bietet das Nationalzentrum in Criewen bei Schwedt an der Oder auch geführte Beobachtungstouren zu den Balzplätzen der eleganten Singschwäne an. Informationen sowie Wanderwege, Radtouren und Ausflugstipps sind unter www.unteres-odertal.de zu finden.

Farben und Klänge der Natur

Das urwüchsige Untere Odertal zwischen Berlin und Stettin ist Deutschlands einziger Flussauen-Nationalpark und das erste große grenzüberschreitende Naturschutzgebiet mit Polen. Die Ruhe und Weite im Nationalpark Unteres Odertal birgt zu jeder Jahreszeit einen der artenreichsten Lebensräume Deutschlands, in dem zum Beispiel auch Seeadler und Schwarzstörche, Biber und sogar Wölfe leben. Durch die Auenlandschaft und entlang der angrenzenden Hänge mit ihren dichten Laubwäldern und blütenreichen Trockenrasen führen zahlreiche Rad-, Kanu- und Wanderwege, auf denen man das ganze Jahr über die Farben, Klänge und Stimmungen der Natur hautnah erleben kann.

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Autorenteam Sonja und Harry Bode