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Die Pflegezusatzversicherung – ist sie wirklich notwendig?

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Die Pflegezusatzversicherung – heute aktuell wie nie zuvor.

Im Alter steigt das Risiko, pflegebedürftig zu werden. Die tatsächlichen Pflegekosten übersteigen jedoch meist die Möglichkeiten der gesetzlichen Pflegeversicherung. Um die Pflegelücke zu schließen, wird oft eine Pflegezusatzversicherung abgeschlossen.

Worauf muss bei einer privaten Pflegezusatzversicherung geachtet werden?

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Schlaganfall, Herzinfarkt oder eine chronische Krankheit erhöhen das Risiko, zum Pflegefall zu werden. Von der Pflegepflichtversicherung werden bei nachgewiesener Pflegebedürftigkeit jedoch nur Zuschüsse zu den Pflegekosten geleistet. Für viele ältere Menschen bedeutet dies, dass viele Kosten aus eigener Tasche bezahlt werden müssen. Dabei sind Pflegebedürftige verpflichtet, sowohl ihr gesamtes Einkommen als auch ihr Vermögen zur Kostendeckung einzusetzen. Eine Pflegezusatzversicherung kann hingegen vor finanziellen Engpässen schützen. Dennoch steht die private Pflegeversicherung oft in der Kritik. Die Leistungen privater Pflegezusatzversicherungen bestehen im Wesentlichen aus einer Pflegerente oder einem Pflegetagegeld. Dabei können Probleme mit der Pflegeversicherung beispielsweise durch das Pflegetagegeld auftreten, sofern dieses nicht zur freien Verwendung steht. Falls zuvor keine ausführlichen Informationen zur Versicherung eingeholt wurden, kann es bereits bei der Antragstellung zu Missverständnissen und später zu Unstimmigkeiten kommen. Nicht selten müssen Rechtsstreitigkeiten zwischen der Pflegezusatzversicherung und dem Versicherten vor Gericht geklärt werden.

Wenn die Erbringung vertraglich abgeschlossener Leistungen verweigert wird, sollte ein Anwalt für Versicherungsrecht eingeschaltet werden. Fachanwälte am Wohnort sind meist im Internet zu finden. Dabei geht es hier entlang zu weiteren Informationen. Von diesem unabhängigen Verbraucherportal wird ein Anwaltskostenrechner zur Verfügung gestellt, sodass die Möglichkeit besteht, die Kosten im Voraus zu berechnen. Fachanwälte für Versicherungsrecht müssen über spezielle Kenntnisse in diesem Fachgebiet verfügen und können auch beim Abschluss eines Versicherungsvertrags hinzugezogen werden. Da viele Versicherungsgesellschaften harte Anforderungen an die Versicherungsnehmer stellen, besteht das Risiko, bereits im Vorfeld von der Pflegezusatzversicherung abgelehnt zu werden. Am häufigsten entstehen Probleme jedoch im Zusammenhang mit Kostenübernahmen und Schadensregulierungen. Viele Versicherte sind nicht darüber informiert, dass es sich bei einer privaten Pflegezusatzversicherung im Grunde genommen um drei verschiedene Versicherungsprodukte handelt. Zu den unterschiedlichen Varianten einer Pflegezusatzversicherung zählen beispielsweise die Pflegetagegeldversicherung, Pflegerentenversicherung und Pflegekostenversicherung.

Risiken durch privaten Versicherungsschutz abdecken

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Darüber hinaus gibt es im Bereich Pflegetagegeld weitere Tarife, die teilweise eine staatliche Förderung einschließend. Welche dieser drei Versicherungs-Varianten die beste Option ist, hängt von der individuellen Situation des Versicherten und einigen weiteren Faktoren ab. Es empfiehlt sich, zunächst den eigenen Bedarf zu überprüfen und dabei auch zu beachten, in welchem Umfang ein Versicherungsschutz benötigt wird und welche Versicherungsleistungen besonders sinnvoll sind. Bei der Pflegezusatzversicherung kann häufig zwischen einer Einmalauszahlung der Pflegerente und einer monatlichen Pflegeleistung ausgewählt werden. Verglichen mit dem Pflegetagegeld sind Versicherungsverträge über eine Pflegerente meist mit deutlich höheren Versicherungsbeiträgen verbunden.

Diese Kosten können jedoch etwas gesenkt werden, wenn bei der Pflegetagegeldversicherung eine Dynamik vereinbart wird. Von Versicherungsexperten wird diese Zusatzvereinbarung befürwortet, da ohne die Anpassung der Pflegeleistungen aufgrund gestiegener Lebenshaltungskosten ein finanzielles Defizit entsteht. Die reine Pflegekostenversicherung stellt die beste Option dar, wenn ausschließlich die tatsächlich entstehenden Kosten durch eine private Pflegeversicherung abgedeckt werden sollen. Bei dieser Versicherung entfällt die Flexibilität, da lediglich erbrachte und abgerechnete Leistungen erstattet werden. Da für jede Rückerstattung ein Leistungsnachweis erforderlich ist, muss bei dieser Pflegeversicherungsform mit einem höheren Aufwand gerechnet werden. Die Beitragshöhe richtet sich bei einer Pflegezusatzversicherung nach dem Eintrittsalter sowie nach dem Gesundheitszustand des Antragstellers.

 

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Autorenteam Sonja und Harry Bode