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Hilfe bei Nasenspray-Sucht

Benutzen Sie Nasenspray immer nur für eine kurze Zeit!

Nasenspray, Erkältung, Nase
Bild: pixabay

Nasenspray kann bei dauerndem Gebrauch zur Sucht führen!

Bei verstopfter Nase verhelfen Nasensprays zum Durchatmen und verschaffen so schnelle Erleichterung bei akutem Schnupfen. Doch bei zu langer regelmäßiger Anwendung droht eine Nasenspray-Sucht: Die Nasenschleimhaut gewöhnt sich an den Wirkstoff und das Spray muss häufiger angewendet werden, um den gewünschten Effekt zu erreichen. Dieser Teufelskreis schädigt auf Dauer die Nasenschleimhaut und kann so zu Nasenbluten und im Extremfall zu einer sogenannten „Stinknase“ (Rhinitis atrophicans) führen. Bei uns erfahren Sie, woran Sie eine Nasenspray-Sucht erkennen und was Sie gegen die Abhängigkeit tun können.

Warum Nasensprays süchtig machen

Abschwellende Nasensprays enthalten in der Regel die Wirkstoffe Xylometazolin oder Oxymetazolin. Diese binden an Rezeptoren der Blutgefäße in der Nasenschleimhaut und bewirken eine Gefäßverengung. Dadurch schwillt die Nasenschleimhaut ab und die Nase ist wieder „frei“.

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Bild: pixabay

Bei längerer Anwendung von Nasenspray kommt es jedoch zu einer Toleranzentwicklung: Es werden vermehrt Rezeptoren gebildet, die zudem unempfindlicher gegen den Wirkstoff werden. Dadurch lässt die Wirkung schneller nach. Unter Umständen schwillt die Nasenschleimhaut bei Nachlassen der Wirkung sogar vermehrt an – dies wird dann Rebound-Phänomen genannt.
Symptome einer Nasenspray-Sucht

Eine Abhängigkeit von Nasenspray äußert sich durch eine sowohl immer häufigere als auch zunehmend erfolglose Anwendung des Sprays. Damit einher geht eine chronisch verstopfte Nase.

Im Extremfall können im Rahmen des Rebound-Phänomens sogar Erstickungsängste auftreten. Durch die nachlassende Wirkung wenden Betroffene das Nasenspray häufiger an oder wechseln zu einem Präparat mit höherer Dosierung.

Trockene Nase als Folge

Als Folge der übermäßigen Anwendung des Nasensprays trocknet die Nasenschleimhaut aus: Sie kann rissig werden und zur Bildung von Borken neigen. Dadurch kann es leicht zu Nasenbluten kommen. Zudem wird die Nasenschleimhaut durch die andauernd verengten Blutgefäße nicht ausreichend durchblutet und somit in ihrer natürlichen Abwehrfunktion gestört. Dies führt zu einer erhöhten Anfälligkeit für Atemwegsinfektionen.

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Autorenteam Sonja und Harry Bode