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Experten warnen dicke Menschen vor Diäten

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Finger weg von Diäten – das raten Mediziner. Der Grund: Eine plötzliche und gravierende Umstellung der Ernährung führe meist zu Gewichtszunahme. Besser ist das Abnehmen durch mehr Bewegung.

Experten haben dicke Menschen angesichts der Studie zu Übergewicht vor einer Diät gewarnt. Eine plötzliche und gravierende Umstellung der Ernährung führe meist zu Gewichtszunahme, erklärten Mediziner der Universität Freiburg und der Deutschen Sporthochschule Köln am Freitag in Freiburg mit.

Um abnehmen zu können, sei vor allem mehr Bewegung wichtig. Eine Diät habe einseitige Ernährung zur Folge, sagte Mediziner Andreas Berg. Gefährlich seien vor allem Radikaldiäten, die schnellen Erfolg versprechen und die Ernährung gravierend verändern. Die Lehrer an Gymnasien, Gesamtschulen und Hochschulen schlugen Alarm und warnten vor schlechtem Schulessen.

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Fast Food habe in Schulkantinen nichts zu suchen, teilte der Bundesvorsitzende des Deutschen Philologenverbandes, Heinz-Peter Meidinger, in Berlin mit. Schokoriegel, Pommes frites, Chips, Hamburger und stark zuckerhaltige Getränke machten an vielen Schulen aber einen großen Anteil des Verkaufsumsatzes aus. An fast 40 Prozent der Gymnasien mit Schulkantinen oder Kiosken gebe es keine Einschränkung des Essensangebots. In fast allen Bundesländern seien die Richtlinien der Länder für eine gesunde Schulernährung nur Empfehlungen.

Mehr als jeder zweite Deutsche ist zu dick, jeder fünfte gar fettleibig, ergab eine Studie, die Bundesverbraucherminister Horst Seehofer (CSU) am Mittwoch vorgestellt hatte. Alter und Bildung spielen dabei eine große Rolle. Zwölf Prozent der Deutschen halten der Studie zufolge eine Diät ein, sieben Prozent wegen einer Krankheit wie Diabetes, fünf Prozent, um abzunehmen. Ein weiterer Trend: Junge Erwachsene haben zunehmend Übergewicht.

Die Volkssolidarität, Ostdeutschlands größter Sozialverband, forderte spezielle Aufklärungs- und Präventionsangebote für sozial Benachteiligte. Außerdem sei gesunde und erschwingliche Kita- und Schulverpflegung nötig. Der Verband dringt auf eine freiwillige „Ampel“-Kennzeichnung nach britischem Vorbild, die Seehofer ablehnt. Die Farben rot, gelb, grün zeigen in Großbritannien, ob ein Produkt einen hohen, mittleren oder niedrigeren Gehalt an Zucker, Fett und Salz hat. Seehofer setzt auf eine Kennzeichnung mit den wichtigsten Nährwertangaben pro Portion und in Bezug zum Kalorienbedarf. Die Grünen-Verbraucherpolitikerin Ulrike Höfken forderte ihn auf, den Widerstand gegen die „Ampel“-Kennzeichnung aufzugeben.

Textquelle: fr.de

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Autorenteam Sonja und Harry Bode