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Gestorben wird morgen

Gestorben wird morgen
Bild: © gluthfilm

 

GESTORBEN WIRD MORGEN zeigt, dass das Alter Glück sein kann – mit der richtigen Einstellung!

Kann das Alter Glück sein? In Sun City, wo der Tod bereits um viele Ecken schleicht lautet die Antwort meist: Ja! Mit der richtigen Haltung schon!

Der Dokumentarfilm GESTORBEN WIRD MORGEN der Regisseurin Susan Gluth („URMILA – für die Freiheit“, „Wasser und Seife“) startet am 28. März 2019 im Verleih von gluthfilm in den Kinos.

Gestorben wird morgen
Bild: © gluthfilm

Es gibt einen Ort in Arizona, der ist so friedlich, dass man dorthin kommt um zu sterben. Sun City, eine Stadt – geschaffen für die Generation 55+. Mitten in der Wüste, unter Palmen, bei immerblauem Himmel und roten Sonnenuntergängen, mit unzähligen Apotheken und besonders breiten Straßen, damit den rüstigen Autofahrern nichts passiert. Auf dieses sonnige Paradies fallen die recht unterschiedlich gefärbten Schatten des Alterns. Jeder hier versucht seinen Weg mit dem Leben zu finden, während der Tod schon an der Ecke steht und winkt.

Gestorben wird morgen
Bild: © gluthfilm

Olive (87) hat sich ihren kindlichen Humor bewahrt, obwohl ihr Körper dem Alltag immer mehr Grenzen aufzeigt. Gerade deswegen trällert sie fröhlich ihre Lieder, tanzt mit dem Staubsauger im Wohnzimmer und sucht noch immer ihre Rollschuhe, die sie an die guten Zeiten erinnern. Was Olive auf gar keinen Fall akzeptiert, ist die Tochter, die glaubt, sie hätte Alzheimer. Wie kommt sie bloß darauf?

 

Altwerden ist eine Kondition, wo ‚kleine Zimperlein einfach dazu gehören‘ wie Jim (83) bestätigt. Auf der anderen Seite hast Du einen Punkt im Leben erreicht, wo man einfach mal Fünfe gerade sein lassen und sagen kann: ‚Nimm ’ne Pille die Dir hilft und komm drüber weg‘. So zumindest sieht das Betty Jane (90). Alles ist besser, als sich dauernd zu beschweren, oder?

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Bild: © gluthfilm

Roger (75) und Kitty (74) sind immer noch sehr viel mit ihrer Harley unterwegs. Allerdings will Roger das Motorrad abgeben, wenn er 80 wird. Er ist überzeugt, dass die meisten Leute in Sun City guten Sex haben. Sogar besseren als vor 40 Jahren und Dee (88) stimmt dem uneingeschränkt zu. Sie ist fast blind, hört sehr schwer und kann kaum mehr gehen, aber wenn sie ihre Fingenägel maniküren lässt, um ihren Liebhaber am Abend zu empfangen, ist das alles vergessen.

 

Es ist wohl eine Frage der Haltung, wie man alt wird. Die Ansicht, der Lebensabend müsse doch eine ernste Angelegenheit sein, teilen die Meisten in Sun City nicht. Im Film dient der Ort als Bühne, auf der die Bewohner in einem Reigen den Tanz des Alters vollführen. In ihren Erzählungen geben sie preis, was das Leben ihnen geschenkt und was es ihnen genommen hat. Sie berichten freimütig über die Schmerzen im Alter und über die Freuden. Und daß sie glauben, dass Zufriedenheit und Glücklichsein Entscheidungen sind. ‚Wir kommen nach Sun City um zu sterben, aber wir wollen Spaß dabei haben!‘, Jim (83).

 

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Autorenteam Sonja und Harry Bode