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Grauer Star (Katarakt) – Vorbeugung und Behandlung

Grauer Star, Katarakt, Auge
Bild: adobe

Als Katarakt bezeichnet werden Linsentrübungen, die verschiedene Ursachen haben können.

Die weitaus häufigste Form ist die senile Katarakt (der Graue Altersstar) mit ganz allmählicher Eintrübung der Augenlinse. Sie führt dazu, dass das gesehene Bild immer mehr an Schärfe verliert. Die Trübung ist u.a. eine Folge der Alterung der Linse.Im Alter zwischen 52 und 64 Jahren haben 50 % der Bevölkerung einen Grauen Star, ohne Sehstörungen zu bemerken. Zwischen 65 und 75 Jahren sind es weit über 90%, wobei die Hälfte von ihnen Beeinträchtigungen ihres Sehvermögens wahrnehmen, wenn sie das 75. Lebensjahr erreicht haben. Die Anzahl der Kataraktoperationen in Deutschland wird auf insgesamt 700.000 bis 800.000 geschätzt, davon erfolgen ca. 100.000 stationär. 

Können Komplikationen auftreten?

Die Kataraktoperation nach heutigem Standard ist ein sehr sicherer Eingriff. Jedoch ist bei jedem chirurgischen Eingriff auch immer ein Risiko für Komplikationen gegeben. Bei der Kataraktoperation kann man in 90–95% der Fälle von einem im Wesentlichen komplikationsfreien Verlauf ausgehen. In 5-10 % kann es zu Komplikationen kommen, welche meistens behandelbar sind. Das Risiko, durch die Kataraktoperation am operierten Auge einen schweren irreparablen Sehverlust bis hin zur Erblindung zu erleiden, liegt heute unter 1:1000.

Grauer Star, Linse, Blaulichtlinse
Bild: adobe

Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass bei mir auf beiden Augen eine Kataraktoperation durchgeführt wurde. Die Operation als solche war gut zu ertragen und verlief ohne Komplikationen. Das Ergebnis war erstaunlich! Meine Sehschärfe wurde wieder hergestellt und ich brauche keine Brille mehr.

Bei mir wurden Blaulicht-Linsen eingesetzt. Diese schützen die Augen vor schädlichem blauen Licht, welches ja im Sonnenlicht enthalten ist. Die Kosten für diese Blaulicht Linse trägt die Krankenkasse in der Regel nicht.

Der Nachstar

Bei Ihrer Operation am Grauen Star wurde die körpereigene Linse aus ihrer hauchdünnen Kapsel geschält und entfernt. Die Linsenkapsel blieb erhalten, damit an die genau gleiche Stelle die neue Kunstlinse eingepflanzt werden konnte. Verliert nun die Linsenkapsel den Kontakt zur „alten“ körpereigenen Linse, kann sie verkalken. Der Nachstar ist eine Trübung oder Verkalkung dieser hinteren Linsenkapsel.

Welche Symptome treten auf?

Sie bemerken einige Zeit, meist einige Monate bis Jahre, nachdem bei Ihnen eine Graue Star Operation durchgeführt wurde, eine langsame und schmerzlose Sehverschlechterung. Die Beschwerden ähneln der Sehminderung durch den Grauen Star vor der damaligen Operation.

Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?

Haben Sie diese Symptome bemerkt und hat Ihr Augenarzt Sie informiert, dass ein Nachstar bei Ihnen vorliegt, kann dieser durch eine Laserbehandlung beseitigt werden. Hier wird eine zentrale Lücke mittels Laserstrahl in die Linsenkapsel geschnitten, so dass die Lichtstrahlen erneut ungehindert in das Auge eintreten können. Diese Laserbehandlung dauert circa 5 Minuten, sie ist schmerzlos und wird bei erweiterter Pupille durchgeführt.

Im Rahmen unserer Recherchen für diese Artikel sind wir auf die interessante Webseite von AUMEDO gestoßen, wo man auch einen Check-up Test online für Linsen machen kann. 

Weiterführende Informationen zum Thema finden Sie auch bei uns im Seniorenblog hier.

Textquellen auszugsweise: cms.augeninfo.de / netdoktor.at /volkskrankheit.net/neuhann.de/grauer-star/sehstaerke.de/Nachstar

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Autorenteam Sonja und Harry Bode