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Grundsicherung im Alter (+65 Jahre)

Man sollte keine Scheu haben, bei Notwendigkeit die Grundsicherung zu beantragen

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Bild: pixabay

Über eine halbe Million Bundesbürger über 65 Jahre sind nach Auskunft des Statistischen Bundesamts Bezieher von Grundsicherung.

Was ist Grundsicherung genau?

Hilfebedürftige Personen, die die Altersgrenze erreicht haben oder wegen einer bestehenden Erwerbsminderung auf Dauer ihren Lebensunterhalt nicht aus eigener Erwerbstätigkeit bestreiten können, haben Anspruch auf Leistungen der Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung nach dem Vierten Kapitel des Zwölften Buches Sozialgesetzbuch (SGB XII). Ein Antrag auf Prüfung ist bei der für die Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung zuständigen kommunalen Behörde zu stellen.

Der Erhalt von Grundsicherung ist das gute Recht jedes Bundesbürger – es ist kein Almosen oder ähnliches, sondern ein Rechtsanspruch an den Staat.

Bild: sovd.de

Die Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung soll sicherstellen, dass ältere und dauerhaft voll erwerbsgeminderte Menschen genug Geld für den Lebensunterhalt haben und nicht auf Sozialhilfe angewiesen sind. Die Grundsicherung wird nicht wie eine Rente als fester Betrag geleistet, sondern als eine Aufstockungsleistung zum vorhandenen Einkommen und Vermögen. 

 

 

Die Voraussetzungen für einen Grundsicherungsanspruch

Anspruch haben entweder Personen ab 65 Jahren oder Personen ab 18 Jahren, die dauerhaft voll erwerbsgemindert sind. Mit der Rente mit 67 wird auch die Altersgrenze für die Grundsicherung im Alter (bisher 65 Jahre) schrittweise angehoben. Für einen Grundsicherungsanspruch ist weiterhin erforderlich, dass das eigene Einkommen und Vermögen bzw. das Einkommen und Vermögen des Ehegatten oder Lebenspartners nicht für den Lebensunterhalt ausreichen und dass die Kinder bzw. Eltern jeweils weniger als 100.000 Euro im Jahr verdienen. Die Grundsicherung wird nur auf Antrag geleistet und, wenn die Betroffenen ihren gewöhnlichen Aufenthalt in Deutschland haben.

Die Leistungen der Grundsicherung

Diese wird nur geleistet, wenn das vorhandene Einkommen und Vermögen nicht für den eigenen Bedarf ausreicht. Zunächst muss die Höhe des Grundsicherungsbedarfs bestimmt werden. Der Grundsicherungsbedarf setzt sich aus zahlreichen Einzelleistungen zusammen. Die wichtigsten sind die Leistungen für Regelbedarfe (früher „Regelsätze“), Unterkunft und Heizung und für Mehrbedarfe. In besonders gelagerten Fällen sieht die Grundsicherung auch Leistungen für so genannte einmalige Bedarfe (z. B. Erstausstattung der Wohnung nach einem Brand) und die Übernahme von Schulden vor. 

Weitere ausführliche Auskünfte erteilen die Sozialämter der Städte und Gemeinden.

Hinweis:

Eine kostenlose Broschüre der Deutschen Rentenversicherung zum Thema können Sie hier kostenlos downloaden!

Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales hat ebenfalls eine informative Broschüre zum Thema herausgegeben. Sie können diese hier kostenlos downloaden.

Textquellen auszugsweise: destatis.de/bmas.de//deutsche-rentenversicherung.de/sovd.de

Dieser Artikel vom 18. März 2017 wurde aktualisiert

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Autorenteam Sonja und Harry Bode