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Mangel an Jod im Körper?

Immer auf ausreichende Jodzufuhr achten

Spurenelemente, Jod
Bild: fotolia

Was ist Jod und wofür wird es im Körper benötigt?

Jod ist ein lebensnotwendiges Spurenelement, das vor allem für den Aufbau von Schilddrüsenhormonen unentbehrlich ist und mit der Nahrung aufgenommen werden muss. Die Schilddrüsenhormone haben im Körper eine zentrale Funktion bei der Steuerung einer Vielzahl von Stoffwechselprozessen und sind unter anderem für normales Wachstum, Knochenbildung, Entwicklung des Gehirns sowie den Energiestoffwechsel notwendig. Wird Jod über längere Zeit in Mengen unterhalb des Bedarfs aufgenommen, produziert die Schilddrüse zu wenig Hormone, wodurch es zu schwerwiegenden gesundheitlichen Folgen kommen kann.

Zum anderen wird bei der Fütterung von Nutztieren zunehmend jodiertes Futter eingesetzt, so dass auf diesem Weg der Jodgehalt von Milch und Milchprodukten gestiegen ist. Maßnahmen der Jodmangelvorsorge sind aber weiterhin notwendig, weil die Jodversorgung der Bevölkerung immer noch nicht optimal ist. Das zeigen beispielsweise Studien zur Gesundheit von Kindern und Jugendlichen.

Wie viel Jod braucht der Körper?

Die Hauptquelle der Jodaufnahme ist die Nahrung, wobei der Jodgehalt der Lebensmittel und der Gesamtnahrung beträchtlich variiert; er wird durch geochemische und kulturelle Bedingungen sowie die Verwendung von jodiertem Speisesalz beeinflusst.

Der Jodbedarf eines Menschen ist von verschiedenen Faktoren abhängig. Dazu gehören das Alter, Umwelteinflüsse wie das Rauchen sowie der hohe Verzehr von pflanzlichen Lebensmitteln, die jodhemmende Substanzen enthalten (verschiedene Kohlarten, Bohnen u.a.). Die Empfehlungen der deutschen Gesellschaft für Ernährung für eine adäquate Jodaufnahme sind altersabhängig und steigen von 40 bis 80 µg/Tag bei Säuglingen auf 200 µg/Tag bei Jugendlichen und Erwachsenen an:

Altersklasse

Empfohlene Jodzufuhr

Säuglinge bis 4 Monate (Schätzwert) 40 µg/Tag
4 Monate bis 12 Monate 80 µg/Tag
Kinder 1 bis unter 4 Jahre 100 µg/Tag
4 bis unter 7 Jahre 120 µg/Tag
7 bis unter 10 Jahre 140 µg/Tag
10 bis unter 13 Jahre 180 µg/Tag
13 bis unter 15 Jahre 200 µg/Tag
Jugendliche und Erwachsene 15 bis unter 51 Jahre 200 µg/Tag
51 Jahre und älter 180 µg/Tag
Schwangere 230 µg/Tag
Stillende 260 µg/Tag

Da in Deutschland ein länger andauernder Jodmangel herrschte, ist vor allem bei älteren Menschen noch mit funktionellen Autonomien der Schilddrüse zu rechnen. Das heißt, dass die Empfindlichkeit für hohe Joddosen bei diesen Menschen größer ist und bei übermäßiger (exzessiver) Jodzufuhr eine Überfunktion der Schilddrüse entstehen kann. Daher sollte die tägliche Aufnahme von 500 µg Jod pro Tag nicht überschritten werden.

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Autorenteam Sonja und Harry Bode