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Kraft aus der Körpermitte

Bekämpfen Sie Inkontinenz frühzeitig!

Inkontinenz
Bild: adobe

Mit einer Beckenbodenkur können Frauen und Männer trotz Inkontinenz die Kontrolle zurückgewinnen

Inkontinenz gehört zu den Themen, über die ungern gesprochen wird. Dabei ist die Fehlfunktion, bei der unkontrolliert Harn abgeht, keineswegs selten. Schätzungen zufolge sind über sechs Millionen Deutsche davon betroffen.

Aus anatomischen Gründen sind etwa zwei Drittel von ihnen Frauen. Mit zunehmendem Alter nimmt die Wahrscheinlichkeit einer behandlungsbedürftigen Blasenschwäche zu. Nach einer schweren Geburt, einer gynäkologischen Operation, beim Lachen, Niesen, Joggen oder Hüpfen kann sie bereits bei jungen Frauen auftreten. Bei Männern kommt sie bis zum 50. Lebensjahr vergleichsweise selten vor. Im Anschluss an eine Operation der Prostata oder der Harnblase haben jedoch auch männliche Patienten damit zu kämpfen, dass sie den Harn nicht mehr halten können.

Inkontinenz vorbeugen – Harnkontrolle verbessern

Reizblase, Blasenschwäche
Bild: fotolia

Viele Betroffene versuchen das Problem zu verdrängen und scheuen sich, selbst mit ihrem Arzt über ihre Probleme zu sprechen. Dabei gibt es wirksame Behandlungsmethoden. „Mit einem gezielten Training des Beckenbodens lässt sich einer Inkontinenz vorbeugen und die Harnkontrolle deutlich verbessern“, macht Dr. Thomas Seyrich Hoffnung auf mehr Lebensqualität.

Der Leitende Oberarzt für Urologie und Andrologie des Reha- und Präventionszentrums Bad Bocklet empfiehlt eine einwöchige Beckenboden-Kur, bei der Patienten die Behandlungsmöglichkeiten kennen lernen können. Unter www.rehazentrum-bb.de steht ein Flyer mit ausführlichen Angaben zum möglichen Therapieverlauf zum Download bereit.

Passives Training kann auch bei Potenzproblemen helfen

Neben aktiven Übungen haben Patienten in Bad Bocklet die Möglichkeit, den Beckenboden passiv zu trainieren – mit der Pelvi-Center-Therapie. Die Betroffenen selbst müssen gar nichts tun. Im bequemen Relax-Sessel wirken spezifische Impulswellen auf den Beckenboden und die korrespondierenden Nerven ein. Das führt in genau dosierten rhythmischen und individuell abgestimmten Abständen zu einer wechselseitigen Anspannung und Entspannung der Beckenbodenmuskulatur. „Das ist wirksames Training für eine Muskelgruppe, die sich ansonsten nur schwer, wenn überhaupt, willentlich beeinflussen und gezielt trainieren lässt“, so Dr. Seyrich. Zusätzlich kann die Behandlung sogar für die Sexualität von Vorteil sein. Bei Männern mit Potenzstörungen kann eine trainierte Beckenbodenmuskulatur die sexuelle Leistungsfähigkeit wieder steigern. Frauen können mit einem starken Beckenboden ihre Orgasmusfähigkeit verbessern.

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Autorenteam Sonja und Harry Bode