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Mariendistel (Silybum marianum)

Sprechen Sie vor der Einnahme der Mariendistel mit Ihrem Arzt

Mariendistel
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Mariendistel – Helfer der Leber

Die Mariendistel ( Silybum marianum) auch unter dem Namen Christi Krone, Donnerdistel, Fieberdistel, Frauendistel, Heilandsdistel, Marienkörner oder Stechkörner bekannt, ist eine Pflanzenart, die zur Unterfamilie der Carduoideae gehört.

In alten Büchern findet man auch den Namen „Cardulus marianus“ für die Mariendistel. Der botanische Namen „Silybum“ kommt aus dem griechischen (Silybum=Quaste). Der Name der Mariendistel entstammt einer alten Legende, nach der die weißen Flecken auf ihren Blättern von der Milch der Jungfrau Maria stammen.

Mariendistel
Bild: pixabay

Schon seit vielen Jahrhunderten ist die Mariendistel in Klostergärten angebaut worden. Die Mariendistel wächst an warmen, trockenen Standorten wie beispielsweise auf Geröll, Ödland und steinigen Böden. Sie wird vor allem in Nordafrika, Südafrika, Argentinien, China, Rumänien und Ungarn angebaut.

Das getrocknete Kraut und die Früchte der Mariendistel werden geerntet und kommen zur medizinischen Anwendung. Mediziner setzen Mariendistelpräparate zur ergänzenden Behandlung von chronisch-entzündlichen Lebererkrankungen ein. Vor allem bei Schäden, die durch Alkohol und Medikamente entstanden sind, wird der Erholungsprozess auf sanfte Weise unterstützt. Denn im Gegensatz zu chemischen Arzneimitteln belastet der Pflanzenextrakt das Organ nicht zusätzlich. Damit die Therapie erfolgreich ist, müssen allerdings immer auch die Ursachen der Erkrankung bekämpft werden.

Vereinzelt wirken Mariendistelpräparate leicht abführend, sonst sind keine Nebenwirkungen bekannt. Die leberschützenden Eigenschaften der Mariendistelfrüchte sind in klinischen Studien mehrfach wissenschaftlich belegt. Hierbei zeigten sich auch Erfolge bei der Prävention von Haut- und Prostatakrebs, was mit der antioxidativen Wirkung begründet wird.

Das sind die Inhaltsstoffe der Heilpflanze:

  • Silymarin (bestehend aus den Einzelsubstanzen Silibinin, Silychristin und Silydianin)
  • Flavonoide
  • Öl (20-30%)
  • Eiweiß (25-30 %)

Was bewirken die Inhaltsstoffe der Mariendistel? Wogegen hilft die Mariendistel?

Der Hauptwirkstoff der Distel Früchte ist das Silymarin, welches in der Fruchtschale enthalten ist.  Zubereitungen aus Mariendistelfrüchten können die Leber vor schädlichen Einflüssen schützen. Weiterhin regt die Mariendistel den Gallenfluss an. Verantwortlich dafür ist das Wirkstoffgemisch Silymarin.

Behandlung mit Mariendistel

Da Silymarin schwer wasserlöslich ist, geht der Wirkstoff kaum in Teeaufgüsse über. Deshalb werden Mariendistelextrakte meist in Dragees, Kapseln oder Tabletten verpackt. Eine gleich bleibende und ausreichend hohe Dosierung gewährleisten Präparate aus der Apotheke, da sie einen standardisierten Gehalt an Wirksubstanzen enthalten. Sachverständige empfehlen etwa 200 bis 400 mg Silymarin pro Tag. Weitere Anwendungen sind: Gallenbeschwerden, Magen- Darmbeschwerden, Migräne, Reisekrankheit, evtl. Trigeminusneuralgie, Krampfadern, Pfortaderstauung.

Wichtiger Hinweis:

Nehmen Sie Mariendistelfrüchte nicht ohne Rücksprache mit dem Arzt ein. Ein Tee aus dem Heilkraut eignet sich nicht, um Leberkrankheiten günstig zu beeinflussen. Denn die wichtigen Inhaltsstoffe lösen sich kaum in Wasser und liegen daher in zu niedriger Konzentration vor. Ein Tee kann jedoch gegen Beschwerden wie Blähungen und Völlegefühl helfen. In Fertigarzneimitteln kommt der Wirkkomplex Silymarin höher konzentriert vor. Lassen Sie sich am besten vom Arzt beraten, wann sich ein entsprechendes Präparat empfiehlt und wenn ja, welches. In seltenen Fällen kann es zu Magen-Darm-Beschwerden, Schwindel, Hitzewallungen und allergischen Reaktionen kommen.

Textquellen auszugsweise: 

Siegel Seniorenblog

 

 

 

 

 

Autorenteam Sonja und Harry Bode