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Mistel (Viscum album)

Vor der Anwendung der Mistel unbedingt den Arzt konsultieren

Mistel (Viscum album)
Bild: pixabay

Die Mistel – eine Wunderpflanze?

Miraculix, Asterix
Bild: CC0

In früheren Zeiten war die Mistel eine wichtige magische Pflanze, die von den Druiden (Miraculix aus den Geschichten um Asterix lässt grüßen) mit goldenen Sicheln geerntet wurde und nicht zu Boden fallen durfte, denn sonst würde sie ihre besondere Wirkung einbüßen. 

Die Mistel wächst als Halbschmarotzer auf Bäumen. Die Pflanze hat immergrüne, eiförmige, ledrige Blätter.

Die Mistel siedelt gerne in Flußtälern, wo die Luftfeuchtigkeit höher ist. Sie kommt nur zerstreut vor, in manchen Gegenden aber auch häufiger. Sie gedeiht bis zu einer Höhe von 1200 m.

 

Was bewirken die Inhaltsstoffe? Wogegen hilft Mistel?

Mistel (Viscum album)
Bild: fotolia

Forscher interessieren sich vor allem für die sogenannten Lektine, die in Misteln vorkommen. Diese Pflanzenstoffe sollen unter anderem das Immunsystem anregen und Entzündungen auslösen. Naturheilkundlich orientierte Mediziner setzen Mistelpräparate daher manchmal als örtlich wirkende Reiztherapie ein, um eine Arthrose zu behandeln.

Seit langem diskutieren Wissenschaftler darüber, ob Mistel-Lektine gegen Krebs helfen können. Bislang gibt es jedoch keine überzeugenden Studien, die eine Wirkung belegen. Es ist weder geklärt, ob Mistelpräparate das Wachstum eines Tumors unterbinden können, noch, ob die Behandlung die Lebensqualität von Krebskranken verbessert. Lediglich bei Patientinnen, die an Brustkrebs litten und eine Chemotherapie erhielten, wurden positive Effekte auf die Lebensqualität beobachtet.

In der modernen Pflanzenheilkunde wird die Mistel gegen Bluthochdruck eingesetzt. Doch sie kann noch viel mehr. Misteltee wird immer als Kaltauszug angesetzt. Im kalten Wasser lösen sich die schwach giftigen Stoffe (z.B. das Glykosid Viscalbin und Viscotoxin) nicht auf und daher ist der Kaltauszug der Mistel ungiftig. Auch die Heilwirkung der Mistel soll durch Erwärmen gemindert werden

Mistel (Viscum album)
Bild: pixabay

Anwendung innerlich als Tee: 

Der Tee wird in erster Linie zur Senkung des hohen Blutdrucks angewandt; er hilft auch bei Herzschwäche und Arteriosklerose. Bei niedrigem Blutdruck kann Misteltee den Blutdruck sogar steigern, was auf den ersten Blick wie ein Widerspruch klingt. Aber da die Regulierung des Blutdrucks über eine Normalisierung des Kreislaufs und eine Stärkung des Herzens erfolgt, leuchtet es schließlich ein, dass die Mistel sowohl gegen zu hohen als auch gegen zu niedrigen Blutdruck helfen kann. 

Der Misteltee steigert auch Verdauung und Stoffwechsel, sodass sie bei Beschwerden der Verdauungsorgane und Stoffwechselstörungen eingesetzt werden kann.

Durch die Stoffwechsel-Wirkung hilft die Mistel gegen rheumatische Beschwerden. Sie stärkt auch die Nerven und kann daher Kopfschmerzen und Schwindel lindern. Durch die Nervenstärkung kann sie auch bei Epilepsie helfen und die Anfälle seltener machen. Auch gegen die Neigung zu wiederholten Fieberkrämpfen bei Kindern soll die Mistel helfen.

Der Misteltee steigert auch Verdauung und Stoffwechsel, sodass sie bei Beschwerden der Verdauungsorgane und Stoffwechselstörungen eingesetzt werden kann. In den Wechseljahren kann die Mistel die typischen Wechseljahrsbeschwerden lindern. Auch gegen Menstruationsbeschwerden hilft die Mistel und durch ihre blutstillende Eigenschaft kann sie auch Gebärmutterblutungen stoppen. Das macht die Mistel zu einer wertvollen Heilpflanze nach Geburten, denn sie kann den Wochenfluss abkürzen und abschwächen.

Wichtiger Hinweis: 

Lassen Sie sich ausführlich von Ihrem Arzt oder der behandelnden Klinik beraten, ob eine Misteltherapie sinnvoll ist! Mistel-Präparate werden vom Arzt normalerweise unter die Haut gespritzt. Nach der Injektion kann es zu Schüttelfrost, Fieber und Kopfschmerzen kommen. Auch Kreislaufbeschwerden und allergische Reaktionen können auftreten.  Die Informationen über Nahrungsergänzungsmittel oder Naturheilmittel dienen rein informativen Zwecken und dürfen auf keinen Fall als Ersatz für professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte angesehen werden. Sie beinhalten keinerlei Empfehlungen bezüglich bestimmter Diagnose- oder Therapieverfahren. Die Inhalte dürfen niemals als eine Aufforderung zur Selbstbehandlung oder als Grundlage für Selbstdiagnosen und -medikation verstanden werden.

Textquelle auszugsweise: heilkraeuter.de/botanikus.de/apotheken-unmschau.de

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Autorenteam Sonja und Harry Bode