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Mythen über die Krebserkrankung

Bild: fotolia

Über die Krebserkrankung gibt es viele Mythen welche einfach nicht stimmen.

Manche Menschen neigen dazu, existierende Mythen über die Krebserkrankung leicht zu glauben. Diese Fehlinformation kann im schlimmsten Falle zu Lasten der Gesundheit gehen.

1. Mythos: Krebs ist ansteckend

Krebs sei ansteckend – dieses alte Vorurteil hält sich hartnäckig. Gewandelt hat sich höchstens die Form, in der sich diese falsche Annahme weiter verbreitet. Dazu beigetragen hat die Diskussion um Viren als Krebsauslöser: Sie hat die Scheu vieler Menschen vor engem Kontakt mit Patienten wieder verstärkt. Krebs selbst ist jedoch nicht übertragbar, bei einem Patienten kann man sich nicht anstecken.

2. Mythos: Im Alter wächst Krebs fast nicht mehr

Hartnäckig hält sich die Annahme, Krebs sei im Alter ungefährlicher, weil er langsamer wachse. Das ist nicht richtig. Abhängig ist das Wachstum eines Tumors von seiner Art. Es gibt Krebsgeschwulste, die schnell wachsen und sich aggresiv ausbreiten und solche, die nur langsam größer werden, oder die abgekapselt sind. Einzige Ausnahme: Prostatakrebs: Tritt er bei Männern jenseits der 60 auf, wächst er meist nur sehr langsam.

3. Mythos: Immer mehr Menschen erkranken an Krebs

Die Zahl der Fälle wächst tatsächlich. In der Bundesrepublik erkranken jedes Jahr knapp eine halbe Millionen Menschen an dem Leiden. Doch die Zunahme hat vor allem damit zu tun, dass die Deutschen immer älter werden – das Alter ist der wichtigste Risikofaktor für Krebs. Das mittlere Erkrankungsalter liegt bei Frauen bei 68 und bei Männern bei 69 Jahren. Zugespitzt gesagt: Die Menschen werden so alt, dass sie ihren Krebs noch erleben. Mehr Krebsleiden sind also durchaus zu erwarten und nicht das Zeichen eines zivilisatorischen Niedergangs. Schon im alten Ägypten registrierten die Ärzte Tumoren. Der Name „Krebs“ leitet sich von der Beobachtung griechischer Ärzte ab, das Ausläufer von Geschwülsten unter der Haut den Beinen von Krebsen ähneln können.

4. Mythos: Handystrahlung kann Krebs verursachen

Es gibt Studien, welche belegen sollen, dass Krebs durch die Handystrahlung ausgelöst werden kann. Genauso viele Studien belegen, dass die Entstehung von Krebs nicht durch die Strahlung der Handys gefördert oder ausgelöst wird.Bei Normaltelefonierern geben Fachleute Entwarnung. Sie haben keinen Beweis dafür gefunden, dass sie häufiger Hirn-Tumore entwickeln als Menschen ohne Handy.

5. Mythos: Man muss den Tumor aushungern

Eine ausgewogene Ernährung mit viel Obst und Gemüse kann das Krebsrisiko senken. Allerdings ist es schwierig bis unmöglich, mit einer speziellen Ernährung einen bereits ausgebrochenen Tumor zu bekämpfen oder zu heilen. Das liegt daran, dass Krebszellen wendig sind, was ihre Fähigkeit angeht, bestimmte Bestandteile der Nahrung wie Kohlenhydrate oder Fette zu nutzen. Besonders der „Zucker“ wird im Moment in den Medien als Hauptursache für das Tumorwachstum genannt. Viele Patienten wollen damit den Krebs aushungern.

Aber mit diesem Zuckerentzug können sie sich selbst in Gefahr bringen.“ Zwar trifft es zu, dass manche Krebsarten besonders viel aus Kohlenhydraten gewonnenen Zucker „verbrennen“. Dem „zuckersüchtigen“ Tumor soll seine Droge entzogen werden. Ob das in der Praxis funktioniert, ist jedoch zweifelhaft.

6. Mythos: An der Entstehung von Krebs sind Schadstoffe schuld.

Der Einfluss von Umweltschadstoffen auf das Tumorrisiko existiert durchaus, wird aber oft überschätzt. Bewiesen ist aber, dass zum Beispiel der Schadstoff Nikotin oder übermäßige Sonnenstrahlung Krebs auslösen kann. Der Beitrag der Umweltschadstoffe zum Krebsrisiko fällt jedoch geringer aus als gedacht.

7. Mythos: Durch eine Tumoroperation kann sich der Krebs ausbreiten

Bis zur Erfindung der Narkose war die Ansicht verbreitet, dass eine Operation am Tumor das Wachstum des Tumors fördert. Heute sind alle diese Vorstellungen eindeutig widerlegt. Was sich aus der Forschung zu diesem Thema jedoch entwickelte, waren neue und sehr viel feinere Operationsmethoden: Eine vor allem in den Anfängen der Krebschirurgie bestehende Gefahr, durch Schnitte und Manipulationen im Operationsgebiet Krebszellen im Körper zu verstreuen, aus denen dann unter ungünstigen Umständen Metastasen entstehen konnten, ist heute erkannt und wird durch viele Vorsichtsmaßnahmen und verfeinerte Operationsstrategien verringert.

8. Mythos: Deos sind für die Krebsentstehung verantwortlich

Auch diese Angst hält sich hartnäckig. Zugrunde liegt ihr die Aussage, dass Schweißstopper, die in Form von Aluminiumsalzen in manchen Deos enthalten sind, zu Krebs führen könnten. Das ist nicht richtig. Sie lagern sich zwar ab und sind bei Mammographien auf der Aufnahme zu sehen, Krebs verursachen sie aber deshalb nicht. Sollte das Deo aber Parabene enthalten ist Vorsicht geboten. Zur Zeit laufen Forschungsuntersuchungen, ob dieser Stoff krebsfördernd ist. Der Stoff Parabene ist jedoch nur in ganz wenigen Deos enthalten.

9. Mythos: BHs mit Bügel erhöhen das Brustkrebsrisiko

Ein alter Mythos, aber immer noch weit verbreitet, ist die Behauptung, dass BH`s mit Bügel krebsauslösend sind. Forschungen haben jedoch ergeben, dass ein BH keinen Einfluss auf die Entstehung von Brustkrebs hat.. Ebenso wenig hat die Form der weiblichen Brust oder deren Größe einen Einfluss auf ein etwaiges Krebsrisiko.

10. Mythos: Krebs kann durch psychische Belastung entstehen

Ist wer Stress hat oder trauert anfälliger für Krebs? Belege für den „Kummerkrebs“ gibt es nicht. Zwar wirken sich Angst, Trauer oder Stress nachteilig auf unser Immunsystem aus und schwächen es, dass dadurch aber der Ausbruch bösartiger Krebserkrankungen gefördert werde, ist nicht bewiesen. Jedoch können sehr starke Belastungen beim Menschen den Nikotingenuss sowie den Alkoholgenuss fördern, was sicherlich krebsfördern sein kann.

Textquellen: Krebsinformationsdienst/DKFZ/rp-online.de/der-tagesspiegel.de/brustkrebs-web.de/focus.de/

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Autorenteam Sonja und Harry Bode

Dieser Beitrag vom 23. Oktober 2013 wurde aktualisiert