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Nahrungsergänzungsmittel

Nahrungsergänzungsmittel dürfen nicht als zugelassene Medikamente verkauft und beworben werden

Nahtungsergänzungsmittel, Kapseln
Bild: fotolia

Sind Nahrungsergänzungsmittel unnötige Geldausgabe?

Nahrungsergänzungsmittel sind Produkte, die aus Nährstoffen oder sonstigen Stoffen mit ernährungsspezifischer oder physiologischer Wirkung in konzentrierter Form bestehen. Das können Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente, Aminosäuren, aber auch Ballaststoffe, Pflanzen oder Kräuterextrakte sein.

Diese Ergänzungsmittel werden in dosierter Form, unter anderem in Form von Kapseln, Tabletten, Pulverbeuteln und anderen lebensmitteluntypischen Darreichungsformen in abgemessenen kleinen Mengen aufgenommen. Sie müssen mit einer Angabe über die empfohlene tägliche Verzehrmenge versehen sein, um Überdosierungen der Konzentrate zu vermeiden.

Nahrungsergänzungsmittel sind Lebensmittel und keine Arznei!

Obwohl Nahrungsergänzungsmittel in Form von Tabletten, Dragees oder Pulver angeboten werden, sind sie keine Arznei, sondern Lebensmittel, die dazu bestimmt sind, die normale Ernährung zu ergänzen. Als Lebensmittel müssen sie vor allem sicher sein und dürfen keine Nebenwirkungen haben. Sie dürfen nicht dazu bestimmt sein, Krankheiten zu heilen oder zu verhüten. Anders als Arzneimittel, die ein Zulassungsverfahren durchlaufen, unterliegen Nahrungsergänzungsmittel nur einer Registrierungspflicht beim Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL). Für die Sicherheit sind die Hersteller verantwortlich. Die Überwachung der auf dem Markt angebotenen Nahrungsergänzungsmittel und der Herstellerbetriebe ist Aufgabe der Lebensmittelüberwachungsbehörden der Länder. Sie finden zu diesem Thema auch weitere Hinweise beim Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR).

Oft findet man Angebote aus dem Ausland, welche diese Mittel als Arzneimittel oder als gleichwertig mit zugelassenen Medikamenten anbieten. Dies ist eine irreführende Werbung. Manche Mittel sind im Ausland – speziell in den USA – frei verkäuflich. Als Beispiel dafür kann man  Melatonin und DHEA anführen. Diese Mittel sind bei uns aber verschreibungspflichtig.

Wichtiger Hinweis:

Die Informationen über Nahrungsergänzungsmittel dienen rein informativen Zwecken und dürfen auf keinen Fall als Ersatz für professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte angesehen werden. Sie beinhalten keinerlei Empfehlungen bezüglich bestimmter Diagnose- oder Therapieverfahren. Die Inhalte dürfen niemals als eine Aufforderung zur Selbstbehandlung oder als Grundlage für Selbstdiagnosen und -medikation verstanden werden.

Textquelle: Bundesministerium für Risikobewertung

Autorenteam Sonja und Harry Bode