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Omega-3-Fettsäuren

Omega-3-Fettsäuren als Nahrungsergänzungsmittel nicht überdosieren

Omega-3-Fettsäuren
Bild: pixabay

Die Omega-3-Fettsäuren sind eine Untergruppe innerhalb der Omega-n-Fettsäuren, die zu den ungesättigten Verbindungen zählen. Sie sind essenzielle Stoffe für die menschliche Ernährung, sind also lebensnotwendig und können vom Körper nicht selbst hergestellt werden.

Die Bezeichnung stammt aus der alten Nomenklatur der Fettsäuren. Bevor man sie als solche identifizierte, wurden sie gemeinschaftlich als Vitamin F bezeichnet. Die lebenswichtigen Omega-3-Fettsäuren findet man in Algen, Pflanzen (Pflanzenöle) und Fischen.

Schon im Mutterleib und während der Stillzeit von Babys wird zur gesunden Entwicklung Omega-3 gebraucht. Dies sieht man schon daran dass 40% der Fettsäuren in unserem Gehirn vorkommen. 60% aller im Auge enthaltenen Fettsäuren sind Omega-3. Weiterhin ist Omega-3 essentiell für die Entwickung von Kindern und Jugendlichen notwendig.

Bei Erwachsenen haben die Omega-3-Fettsäuren positiven Einfluss auf:

  • Positiver Einfluss auf Blutfettwerte
  • Senkung des Blutdrucks
  • Förderung der Durchblutung
  • Vorbeugung gegen Herzkrankheiten insbesondere den Herzinfarkt
  • Gesunderhaltung der Augen
  • Wichtig für den Stoffwechsel im Gehirn
  • Weiterhin haben Studien ergeben, dass eine ausreichende Menge an Omega-3- Fettsäuren vorbeugend gegen Depressionen und die Alzheimer Krankheit wirken können.

Aber es gibt auch Risiken bei der Einnahme von Omega-3-Fettsäuren

Omega-3-Fettsäuren
Bild: fotolia

Die Fettsäuren können einen erhöhten Cholesterinspiegel hervorrufen. In einer Stellungnahme zu Omega-3-Fettsäuren warnt das Bundesinstitut zur Risikobewertung (BfR) vor den Risiken einer Überdosierung. So können die vermeintlich gesunden Fette im Übermaß den Cholesterinspiegel erhöhen, zu einer erhöhten Blutungsneigung führen und bei älteren Menschen die Immunabwehr schwächen. Kritisch wird es aber erst, wenn man eine Menge von mehr als fünf Gramm langkettiger Omega-3-Fettsäuren am Tag verzehrt. Das geht aus der aktuellen Einschätzung der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit hervor. Mit natürlichen Lebensmitteln ist eine solche Überdosierung kaum zu erreichen.

Die Menge von 1500 Milligramm Omega-3-Fettsäuren pro Tag sollte auf Dauer nicht überschritten werden. Die bislang auf dem Markt erhältlichen, mit Omega-3-Fettsäuren angereicherten Lebensmittel sind allerdings überwiegend unbedenklich. Der Zusatz der Fettsäuren bewege sich im Bereich von 75 bis 200 Milligramm pro 100 Gramm. Dennoch macht es Sinn, den Tagesbedarf an Omega-3-Fettsäuren besser durch Fisch und Pflanzenöle zu decken als durch angereicherte Lebensmittel oder Fischölkapseln.

Neueste Studien haben ergeben, dass die Wirksamkeit von Omega-3-Fettsäuren als positiver Wirkstoff für die Gesundheit etwas abgeschwächt werden muss. Die European Food Safety Authority (EFSA) hat die Herstellerangaben auf ihre Richtigkeit überprüft und kommt zu eher ernüchternden Ergebnissen:

Als Teil einer ausgewogenen Ernährung unterstützen moderate Mengen an EPA/DHA tatsächlich die normale Herzfunktion. Für die Wirkung besonders hoher Mengen liegen jedoch nicht genügend wissenschaftlich-korrekte Studien vor. Positive Effekte durch eine erhöhte Dosis sind grundsätzlich möglich, jedoch nicht erwiesen. Nach unserer Meinung ist die Einnahme von Omega-3-Fettsäuren nur dann nötig, wenn aus bestimmten Gründen (Krankheit etc.) ein Mangel vorherrscht. Ansonsten genügt eine ausgewogene Ernährung.

Der  Originalartikel vom 13.02.2014 wurde aktualisiert.

Textquellen auszugsweise: Wikipedia/spiegel-online/Apotheken Umschau/ak-omega-3.de/zentrum-der-gesundheit.de/aertzeblatt.de/t-online.de/BfR/welt.de/test.de/nahrungsexperten.de/www.efsa.europa.eu/de/

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Autorenteam Sonja und Harry Bode