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Picasso. Das späte Werk

Picasso
Bild: Jacqueline in türkischem Kostüm, 1955, Öl auf Leinwand, Sammlung Catherine Hutin © Succession Picasso/VG Bild-Kunst, Bonn 2019. Photo: Claude Germain

Neue Schau im Museum Barberini Potsdam – aus der Sammlung Jacqueline Picasso (09.03.–16.06.2019)

Pablo Picasso (1881–1973) gilt als Erneuerer der Kunst im 20. Jahrhundert. In Malerei, Skulptur, Graphik und Keramik hat er neue Maßstäbe gesetzt. Weniger bekannt ist sein Schaffen aus den letzten zwei Jahrzehnten seines Lebens, als Picasso von seiner Frau Jacqueline mehr Bildnisse schuf als je zuvor von einem anderen Modell.

Die Ausstellung Picasso.

Das späte Werk zeigt, wie Picasso auch in seinen letzten Schaffensjahren innovativ blieb. Alle Leihgaben stammen aus der Sammlung Jacqueline Picasso (1927– 1986). Ihre Tochter Catherine Hutin stellt diese bislang kaum öffentlich gezeigte Sammlung für die Ausstellung im Museum Barberini zur Verfügung. In der von Gastkurator Bernardo Laniado-Romero getroffenen Auswahl befinden sich zahlreiche Werke, die erstmalig in Deutschland gezeigt werden sowie einige, die zum ersten Mal in einem Museum präsentiert werden.

 

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Bild: Der Matador, 1970, Öl auf Leinwand, Sammlung Catherine Hutin © Succession Picasso/VG Bild-Kunst, Bonn 2019. Photo: Claude Germain

 

Picassos Werk der letzten beiden Lebensjahrzehnte hält Rückschau. Revisionen des eigenen Werks nehmen bekannte Themen auf und erneuern sie. Doch geschieht dies vor dem Hintergrund aktueller Entwicklungen und vielfach im Dialog mit künstlerischen Werken – von den Alten Meistern bis zur Pop Art. Picasso entwickelte Verfahren weiter, die Henri Matisse in seinen Cut-outs begonnen hatte. Der Tod des Künstlerfreunds im November 1954 löste auch eine intensive Auseinandersetzung Picassos mit dessen Themen aus – oder, wie es Picasso zuspitzte: „Als Matisse starb, hinterließ er mir seine Odalisken.“ Picasso ging dafür zu den Skizzen zurück, die er bereits in den 1940er Jahren zu Eugène Delacroix’ Gemälde „Die Frauen von Algier“ gemacht hatte. In einer der Odalisken Delacroix’ erkannte er Jacqueline wieder, mit der er in diesem Jahr eine Beziehung einging. Im folgenden Jahr zog er mit ihr und ihrer Tochter Catherine in die Villa La Californie. Jacqueline inspirierte Picasso zu zahlreichen Interieur-Darstellungen der Villa. Sie zeigen sie als Muse. Ihr Lieblingsplatz, der Schaukelstuhl, repräsentiert ihre Allgegenwart an Picassos Schaffensorten.

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Bild: Pablo Picasso, Mann, 1971, Öl auf Leinwand, Sammlung Catherine Hutin © Succession Picasso/VG Bild-Kunst, Bonn 2019. Photo: Claude Germain

Veranstaltungs- und Vermittlungsprogramm

Ein umfangreiches Veranstaltungs- und Vermittlungsprogramm mit Vorträgen, Führungen, Diskussionen, Konzerten und Filmen begleitet die Ausstellung Picasso.

Das späte Werk: In gemeinsamen Veranstaltungen weisen die Sammlung Berggruen, das Bode-Museum, das Kupferstichkabinett und die Gemäldegalerie an den Staatlichen Museen zu Berlin mit dem Museum Barberini auf Picasso in Berlin und Potsdam hin.

Mehrere öffentliche Führungen täglich laden ein, das Spätwerk Picassos zu entdecken. Wegen der großen Nachfrage findet neben der Kinderkunstaktion am Samstag nun auch sonntags um 15 Uhr eine zweistündige Kunstaktion für Kinder statt. Zahlreiche offene Workshops regen ausgehend von den Originalen der Ausstellung zu eigenen kreativen Schöpfungen an. Vorträge und Konzerte vertiefen oder ergänzen zentrale Aspekte der Kunst Picassos. Kunstfrühstück, Yoga und viele weiteren Veranstaltungen runden das Erlebnis des Museumsbesuchs ab.

Die Ausstellung steht unter der Schirmherrschaft des Botschafters des Königreichs Spanien in Deutschland, S. E. Ricardo Martínez.

Museum Barbarini Potsdam

Humboldtstr. 5–6
Alter Markt
14467 Potsdam

Picasso. Das späte Werk. Aus der Sammlung Jacqueline Picasso

Ausstellungslaufzeit: 9. März bis 16. Juni 2019

Alle weiteren Informationen finden Sie auf der Webseite des Museums.

https://www.museum-barberini.com/

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Autorenteam Sonja und Harry Bode