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Lachse: König der Fische aus Zuchtfarmen

Beim Kauf von Lachs auf das Land achten, woher der Fisch kommt

Lachs Räucherlachs Zuchtlachs
Bild: pixabay

Lachse werden in Aquakulturen gemästet wie Schweine.

Zu Hunderttausenden werden die „Könige der Fische“ in den Netzkäfigen gehalten. Immerhin: Der Fisch ist sauber, fast immer. Wenn’s Fisch sein soll greifen die Deutschen gerne zum Lachs.

Wir haben 15 Mal Räucherlachs eingekauft, ins Labor geschickt und auf Keime, Schadstoffe und Arzneimittelrückstände untersuchen lassen. Zudem wollten wir wissen, unter welchen Bedingungen die Fische gelebt haben.

Das Testergebnis

Was die Inhaltsstoffe und bedenkliche Keime in und auf den Räucherlachsen angeht, schneiden die meisten Produkte im Test mit „gut“ oder „sehr gut“ ab. Die Ergebnisse von Tierhaltung, Ökologie und Transparenz in der konventionellen Aquakultur zeigen allerdings ein konträres Bild. Da schaffen es nur zwei Produkte auf ein „ausreichend“, bei den anderen hagelt es „mangelhaft“ und „ungenügend“.

Die meisten Hersteller haben unseren umfangreichen Fragebogen ausführlich beantwortet. Nur bei den Nachweisen haperte es bei vielen – aber das führt genauso zu Punktabzug wie die Nichteinhaltung unserer Kriterien.

Entscheidend für das Tierwohl der Lachse in Aquakulturen ist die Besatzdichte – mehr als zehn Kilogramm Fisch pro Kubikmeter Wasser sollten es nicht sein. Da lehnen wir uns an die Einschätzung des Öko-Verbandes Naturland an. Hohe Besatzdichten können die Fische unter Stress setzen, führen zu Flossenverletzungen und machen sie anfälliger für Krankheiten und Parasitenbefall. Die Wasserqualität leidet, und auch das ist ein entscheidender Faktor für das Wohlergehen der Fische. Zudem sind die Verschmutzungen der Umwelt um die Farmen herum höher als bei niedrigem Besatz.

Zwei Hersteller lassen die Wildlachse mit Kiemen- oder Wadennetzen fangen. In den Netzen verfangen sich die Fische: Sie kommen zwar vorwärts rein, aber rückwärts nicht mehr raus. Dabei können sie in Panik geraten und ihre Flossen verletzen. Ein weiteres Problem dieser Fangmethode ist der Beifang. In den Netzen verheddern sich auch andere Fische oder Vögel. Dafür gibt es Punktabzug von uns. Alle Wildlachse im Test wurden im Nordostpazifik Alaskas gefangen. Das Gebiet gilt als einer der größten Bestände weltweit für den Lachs und damit als unbedenklich.

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Autorenteam Sonja und Harry Bode