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Routenplaner-Abzocke geht in eine neue Runde!

Betroffene sollten auf keinen Fall zahlen!

Gerichtsvollzieher, Pfändung
Bild: fotolia

Inkassobüro droht mit Pfändung / Verbraucherzentrale bietet Musterbrief

Zahlreiche Verbraucher registrierten sich auf unlauteren Routenplaner-Webseiten, wie routenplaner-map.com oder maps-routenplaner-24.com . Anschließend erhielten sie eine saftige Rechnung von rund 500 Euro, obwohl der Anbieter nicht transparent über die Kosten aufgeklärt und sich an die gesetzlichen Bestimmungen gehalten hatte. Die Verbraucherzentrale Brandenburg riet daher, nicht zu zahlen.

*Nach neusten Informationen sind diese betrügerischen Webseiten vorerst abgeschaltet. Es ist aber davon auszugehen, dass die Abzocker unter neuen Domainnamen ihr altes Geschäft weiter betreiben werden.

Abzocke - Betrug - Verbraucher
Bild: fotolia

Nun versuchen die Betreiber der Routenplaner-Seiten, mit härteren Maßnahmen an das Geld zu kommen. „In der Beratung melden sich derzeit viele Ratsuchende, denen nach Nicht-Zahlung ein Hausbesuch und die Pfändung ihrer Wertgegenstände angedroht wurde“, berichtet Michèle Scherer von der Verbraucherzentrale Brandenburg. Das vermeintliche Inkassounternehmen habe einen Vollstreckungstitel vor Gericht erwirkt und werde nun persönlich vorbeikommen, um diesen zu vollziehen. Nur die Zahlung von 750 Euro könne dies noch abwenden, so lautet der Inhalt der E-Mails.

Die Verbraucherzentrale empfiehlt Betroffenen, sich nicht unter Druck setzen zu lassen und den geforderten Betrag keinesfalls zu zahlen. Stattdessen sollte man der Forderung widersprechen. Hierzu stellt die Verbraucherzentrale einen Musterbrief bereit. „Wir halten bereits die ursprüngliche Forderung des Routenplaner-Anbieters für höchst zweifelhaft, da die Zahlungspflichtigkeit des Angebots nicht erkennbar war“, erklärt Scherer. Zudem gibt es weder gerichtliche Vollstreckungstitel noch ist ein Inkassounternehmen befugt, Wertgegenstände zu pfänden. Das darf nur ein Gerichtsvollzieher. Betroffene können zusätzlich Strafanzeige bei der Polizei stellen.

Die Verbraucherzentrale bietet einen Musterbrief zum kostenlosen Download hier an.

Hier finden Sie einen aktuellen Beitrag zum Thema:

Dieser Artikel vom 25. Mai 2017 wurde aktualisiert. 

Hier finden Sie u.a. die neusten Warnungen.

Textquelle: vbz.de

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Autorenteam Sonja und Harry Bode