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Schluckstörungen: Wenn Essen nicht mehr runtergeht

Bei dauerhaten Schluckstörungen unbedingt den Arzt aufsuchen

Ernährung - Essen - Mund
Bild: fotolia

Leiden Sie an Schluckstörungen?

Schmerzen, Gewichtsverlust, Lungenentzündung: Gestörtes Schlucken kann viele Beschwerden auslösen und sogar lebensbedrohlich verlaufen. Betroffen sind häufig ältere und alte Menschen. Schlag­anfälle, Demenz und bösartige Tumoren, aber auch Arzneimittel können den Schluckakt stören.

Schluckstörungen kennt fast jeder aus eigener Erfahrung. Denn es gibt viele banale Ursachen. Brennen und Schmerzen im Hals und beim Schlucken sind häufige Begleitsymptome eines grippalen Infekts. Klingt dieser ab, klappt das Schlucken wieder problemlos. Das Apothekenteam muss aber hellhörig werden, wenn Kunden oder Angehörige über andauernde Schmerzen (Odynophagie) oder Schwierigkeiten beim Schlucken (Dysphagie) berichten. Vor allem Apotheker, die betagte Menschen oder Bewohner von Alten- und Pflegeheimen betreuen, werden mit dem Problem »Schluckstörung« häufig konfrontiert.

Denn diese sind keineswegs selten. Man schätzt, dass 30 bis 50 Prozent der Schlaganfallpatienten und mehr als 70 Prozent der Demenzkranken betroffen sind. Etwa die Hälfte der Parkinsonpatienten leidet in fortgeschrittenem Krankheitssta­dium daran. Allerdings wird das Problem häufig nicht erkannt, denn etwa die Hälfte der Patienten zeigt keine typischen Symptome und Reaktionen wie Räuspern und Husten beim Verschlucken. Eine Dysphagie kann viele Komplikationen nach sich ziehen. Fehl- und Mangelernährung sowie Dehydratation schwächen das Allgemeinbefinden, erhöhen das Mortalitäts­risiko und können Demenzsymptome verstärken. Verschlucken von Nahrungsanteilen kann eine Lungenentzündung auslösen, eine Verengung oder Verlegung der Atemwege durch fehlgeleitete Speisen zu Atemnot und sogar zum Tod führen.

Was passiert beim Schlucken?

Über das Schlucken macht sich ein gesunder Mensch keine Gedanken. Doch das Ganze ist ein komplexer Prozess, an dem etwa 50 verschiedene Muskeln beteiligt sind.

Der normale Schluckvorgang wird in einen willkürlich kontrollierbaren Schluckbeginn und in eine unwillkürliche Fortsetzung unterteilt (1). Der willkürliche Beginn umfasst die orale Phase; dabei sind die wechselnde Anspannung von Lippen-, Zungen- und Gaumenmuskulatur sowie der Abtransport in den Schlund fein aufeinander abgestimmt. Sobald der Schluckreflex durch die Aktivierung von Triggerarealen im Zungengrund und Weichgaumen ausgelöst wird, läuft der Schluckakt unwillkürlich ab. Mit dem Schluckreflex beginnt die pharyngeale Phase mit der physiologischen Trennung von Atem- und Speisewegen. Um ein Verschlucken (Aspiration) sicher zu vermeiden, greifen mehrere Mechanismen ineinander: Verschluss des Kehlkopfs durch den Kehlkopfdeckel, Schluss der Stimmlippen sowie anschließende Aufwärtsbewegung des Kehlkopfs gegenüber dem Schlund; damit verbunden ist die Öffnung des oberen Speiseröhrenschließmuskels. Die folgende ösophageale Phase beendet den Schluckakt mit dem Speisetransport in die Speiseröhre.

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Der Artikel vom 23. Oktober 2013 wurde aktualisiert.

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Autorenteam Sonja und Harry Bode