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Schluss mit den Park-Remplern!

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Bild: pixabay

Park-Rempler verursachen in Deutschland Schäden in Milliardenhöhe.

Das kann wirklich jedem passieren! Eine geringfügige Fehleinschätzung beim Ein- oder Ausparken – schon hat man ein anderes Fahrzeug geschrammt. Kann sein, dass der Schaden nur winzig ist, wegdiskutieren lässt er sich nicht. Und damit fängt für alle Beteiligten der Ärger an: Wartezeit am Unfallort, Werkstattbesuch, Höherstufung beim Schadenfreiheitsrabatt der Kfz-Versicherung, für das Opfer vielleicht sogar ein nicht ermittelbarer Schadenverursacher. Aus einer Bagatelle wird so schnell ein riesiges Ärgernis.

Was kaum jemand weiß: Trotz weitverbreiteter Warn-Piepser im Auto ist die Zahl von Parkkollisionen in den vergangenen 10 Jahren um 30 Prozent angestiegen. Fast jeder zweite gemeldete Sachschaden in der Kfz-Versicherung ist inzwischen ein Park- und Rangierunfall.

Aktive Parkhilfe serienmäßig!

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Bild: fotolia

Jetzt sorgt eine aktuelle Studie für Aufsehen: Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft hat unter Beteiligung des Allianz Zentrums für Technik (AZT) ermittelt, dass fast zwei Drittel (63 Prozent) aller Parkunfälle mit aktiv bremsenden Park- und Rangierassistenten vermeidbar wären. Das entspräche einem jährlichen Schadenaufwand von 2,1 Milliarden Euro!

 

 

„Volkswirtschaftlich vernünftig wäre es deshalb, wenn künftig aktiv bremsende Parkassistenten serienmäßig in allen Fahrzeugen verbaut würden“, empfiehlt deshalb Joachim Müller, Vorstandsvorsitzender der Allianz Versicherungs-AG.

Um die Qualität aktiv bremsender Parkassistenten zu prüfen und miteinander vergleichbar zu machen, hat das Allianz Zentrum für Technik gemeinsam mit internationalen Partnern jetzt einen neuen Teststandard entwickelt. Getestet wird nicht nur das automatische Bremsen bei der Annäherung an andere Fahrzeuge, sondern auch an weniger gut wahrnehmbare Hindernisse wie Poller und Säulen. Zu den Anforderungen gehört außerdem, dass sich die Systeme bei jedem Motorstart automatisch aktivieren und durchgehend aktiv bleiben.

„Die Zahl der Angriffe auf vernetzte Fahrzeuge wird in den kommenden Jahren steigen“, ist Allianz-Chef Joachim Müller überzeugt. „Die Hersteller müssen deshalb schon bei der Fahrzeugentwicklung eine möglichst sichere IT-Architektur entwickeln. Diese muss für die gesamte Lebensdauer des Fahrzeugs Schutz bieten, indem sie zum Beispiel durch eine sichere Verschlüsselung und Zertifikate gegen neue Gefahren nachgerüstet werden kann.“

Versicherungsbeiträge könnten sinken

Vom Einsatz so geprüfter Parkassistenten könnten alle profitieren – vorausgesetzt, die Versicherungsgesellschaften würden exakte Informationen über die jeweils verbauten Bremsassistenten erhalten. „Fahrzeughersteller, die in die Entwicklung geeigneter Assistenzsysteme investieren, würden auf diese Weise belohnt, weil sie mit dem günstigeren Versicherungstarif für ihre Fahrzeuge werben könnten“, argumentiert Allianz-Chef Joachim Müller.

Und Versicherte würden sich nicht mehr so oft über die Folgen dummer Park-Rempler ärgern müssen, wenn die Systeme die meisten Kollisionen künftig ganz vermeiden könnten. Die Allianz schätzt, dass die Prämien durch die Verbauung von aktiv bremsenden Bremsassistenten in der Kfz-Versicherung um 10 bis 15 Prozent sinken könnten.

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Textquelle: allianz.de/kfz/n-tv.de

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Autorenteam Sonja und Harry Bode