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Senkt Vitamin D das Krebsrisiko?

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Bild: fotolia

Studie zu Nahrungsergänzungsmittel mit Vitamin D in der Krebsprävention veröffentlicht

Können Nahrungsergänzungsmittel das Krebsrisiko verringern? Berichte dazu sind ein Dauerthema in den Medien, jedoch wird nicht immer deutlich, wie aussagekräftig die Ergebnisse der Untersuchungen sind. Unter den Supplementen ist Vitamin D in der Krebsprävention von besonders großem Interesse.

Unter den Vitaminen nimmt Vitamin D eine Sonderstellung ein. Neben der Aufnahme über die Ernährung kann durch UVB-Sonnenlichtbestrahlung aus körpereigenen Vorstufen Vitamin D gebildet werden. Als Marker für die Beurteilung der Vitamin D-Versorgung dient die Serumkonzentration von 25-Hydroxyvitamin D (25[OH]D). Allerdings unterscheiden sich die analytischen Bestimmungsmethoden, daher muss bei Auswertungen oder dem Vergleich von Studiendaten darauf geachtet werden, ob die Werte tatsächlich vergleichbar sind.

Kurz zusammengefasst: Unterschiede zwischen beiden Gruppen sind mit einer hohen Wahrscheinlichkeit zufallsbedingt. Die Effekte waren unabhängig von den Basiswerten der 25-Hydroxyvitamin D-Serumkonzentration. Die Nebenwirkungen waren in beiden Studiengruppen nicht signifikant unterschiedlich.

Fazit der Studie: 

Die tägliche Einnahme von Vitamin-D-Supplementen sowie der Omega-3-Fettsäuren (Fischöl) hat in dieser großen randomisierten Studie zur Primärprävention das Krebsrisiko und das Risiko für schwerwiegende Herz-Kreislauf-Erkrankungen nicht verringert.

Vorbeugen gegen Krebs – das sind die Möglichkeiten:

Für Deutschland gehen Experten davon aus, dass mindestens 37 % der zu erwartenden Krebsneuerkrankungen auf beeinflussbare Risikofaktoren zurückzuführen sind und damit prinzipiell vermeidbar wären.

Experten-Empfehlungen für Gesunde:

Wissenschaftlich fundierte Empfehlungen, wie gesunde Menschen ihr Krebsrisiko senken können, hat die Internationale Agentur für Krebsforschung (IARC) gemeinsam mit der Europäischen Kommission in der 4. Ausgabe des „Europäischen Kodex gegen Krebs“ aktualisiert. Der Krebsinformationsdienst hat die Inhalte zur Krebsvorbeugung in seiner Broschüre „Was kann ich tun? Gegen Krebs!“ aufgearbeitet. Die Broschüre kann kostenfrei über die Kontaktdaten bestellt oder hier online als PDF aufgerufen werden.

Quelle: www.krebsinformationsdienst.de/fachkreise/nachrichten/2018/fk28-vitamin-d-vital-studie-krebsrisiko-krebspraevention.php
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Autorenteam Sonja und Harry Bode