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Würdevoll sterben im einem Hospiz

Informieren Sie sich über die Hospize in Ihrer Nähe.

Hospitz, Sterbeeinrichtung
Bild: CC0

In Würde sterben mit einer Sterbebegleitung im Hospiz

Das Wort Hospiz (lat. hospitium „Herberge“) ist eine Einrichtung der Sterbebegleitung.

Im deutschen Sprachraum der Gegenwart wird mit Hospiz meist eine stationäre Pflegeeinrichtung bezeichnet, die meist über nur wenige Betten verfügt und ähnlich wie ein kleines Pflegeheim organisiert ist. 

Das erste stationäre Hospiz wurde 1967 im Vereinigten Königreich eröffnet (in Deutschland 1986), dort entstand auch 1982 das erste Kinderhospiz (in Deutschland 1998). In Deutschland gibt es 179 stationäre Hospize und 231 Palliativstationen in Krankenhäusern sowie über 1500 ambulante Hospizdienste.

Tod, Grabmal
Bild: pixabay.de

 

Hospize haben es sich zur Aufgabe gemacht, unheilbar Kranke in ihrer letzten Lebensphase im Sinne der Palliative Care zu versorgen. Es gibt ambulante, teilstationäre und stationär tätige Hospizvereinigungen, also Leistungserbringer im hospizlichen und palliativen Bereich. Eine Datenbank zur Recherche hospizlicher und palliativer Leistungserbringer stellt der Wegweiser Hospiz- und Palliativmedizin Deutschland bereit.

 

 

Hospize wollen das Sterben wieder in das Leben integrieren. Den Kranken und ihren Angehörigen soll ein Stück Normalität vermittelt werden, was im Krankenhaus oder zu Hause (durch Überforderung der pflegenden Angehörigen) oft nicht mehr gegeben ist. Laut Umfragen möchten etwa 90 Prozent aller Menschen zu Hause sterben. Tatsächlich sterben nach Schätzungen jedoch etwa 50 Prozent der Menschen im Krankenhaus und weitere 20 Prozent im Pflegeheim. (Für Berlin wurde für 2007 die Zahl 70 Prozent genannt.)

Tod, Nahtod, Jenseits
Bild: Pixabay

Diese Einrichtungen wollen dabei eine menschenwürdige Alternative sein, wenn eine Krankenhausbehandlung nicht mehr gewollt wird oder aus medizinischer Sicht nicht erforderlich ist (und deshalb von den Krankenkassen auch nicht mehr bezahlt wird); ein Pflegeheim aber aufgrund unzureichender medizinischer und pflegerischer Versorgungsmöglichkeiten bei schwerer Erkrankung nicht in Frage kommt. Auch eine angepasste Schmerztherapie finden hier die Patienten vor, da oft in manchen Kliniken diese unzureichend verordnet wird.

Wer trägt die Kosten eines Hospizes?

Die Kosten für den Aufenthalt auf einer Palliativstation im Krankenhaus übernimmt die Krankenkasse.

Die stationäre Hospizversorgung wird zum größten Teil über Leistungen der Kranken- und Pflegekassen finanziert. Einen festgelegten Prozentsatz der Gesamtkosten muss das Hospiz aus Spendenmitteln selbst aufbringen. Für die Gäste eines Hospizes entstehen seit 01.09.2009 keine Kosten mehr. Für die stationäre Versorgung im Kinderhospiz gilt dies ebenso.

Dieser Artikel vom 22. April 2017 wurde aktualisiert

Textquellen: Wikipedia/wegweiserhospitz.de/Koordinierungsstelle Hospitze

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Autorenteam Sonja und Harry Bode