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Prädiabetes wird oft nicht erkannt!

Fragen Sie Ihren Arzt nach Diagnosemöglichkeiten für Prädiabetes

Wortwolke Diabetes, Testosteronmangel, Testosteron
Bild: fotolia

Wichtige Studie deckt auf, dass Prädiabetes nur schwer erkannt wird.

Die Diagnose Diabetes wird häufig erst gestellt, wenn Folgeschäden wie Herzinfarkt oder Schlaganfall eingetreten sind. Für die Erkennung von Vorstufen (Prädiabetes) wären effektive Tests notwendig. Englische Forscher haben die gängigen Testmethoden unter die Lupe genommen. Nach ihrer Analyse sind zumindest zwei wenig effektiv.

Erhöhte Blutzuckerwerte (Prädiabetes) stehen am Anfang

Diabetes - Zucker
Bild: pixabay

Hohe Blutzuckerspiegel bei Typ-2-Diabetes sind stille Killer. Sie schädigen die Gefäße und sind für Folgeschäden an den Organen verantwortlich. Augen, Nieren, Füße und das gesamte Herz-Kreislauf-System können betroffen sein. „Leider“ tun hohe Blutzuckerwerte nicht weh und werden deshalb oft zu spät erkannt. Häufig wird die Diagnose Typ-2-Diabetes erst in der Notaufnahme gestellt – wenn die Gefäßschäden schon weit vorangeschritten und für einen Herzinfarkt oder Schlaganfall verantwortlich sind.

Dabei kommt der Diabetes nicht aus heiterem Himmel, sondern entwickelt sich über Vorstufen (Prädiabetes). In diesem Stadium ließe sich die Manifestation des Typ-2-Diabetes bei vielen Betroffenen noch verhindern. Doch um ihn zu erkennen fehlen effektive Tests.

Nüchternblutzucker deckt Prädiabetes meist nicht auf

Zur Diagnose eines (Prä)diabetes gibt es seit Jahren drei Tests: Die Messung des Nüchternblutzuckers, die Messung des HbA1c-Wertes und den Oralen Glucosetoleranztest (OGTT) (mehr dazu lesen Sie hier: Wie wird die Diagnose Diabetes gestellt?) Letzterer wird angewandt, wenn der Verdacht auf Typ-2-Diabetes bereits im Raum steht. Eine englische Forschergruppe aus London und Oxford hat in einer großen Datenanalyse die Effektivität der Messungen unter die Lupe genommen. Das Ergebnis: Mangelhaft. Durch die Messung des Nüchternblutzuckers werden zwar 94 % der tatsächlichen gesunden Menschen als gesund erkannt, so das Ergebnis der Analyse. Aber nur bei jedem vierten untersuchten Patienten deckt die Testmethode ein erhöhtes Diabetesrisiko auf. Der Grund: Menschen mit Prädiabetes können im Test niedrige Nüchternblutzuckerwerte zeigen und so fälschlicherweise als gesund eingestuft werden.

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Autorenteam Sonja und Harry Bode