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Therapie bei Lippenherpes

Herpes, Lippenherpes
Bild: Adobe

Lippenherpes (Herpes labialis) ist die bekannteste Form von Herpes.

Fast jeder kennt das Gefühl, mit dem er sich ankündigt: Die betroffene Stelle an der Lippe spannt, ist gereizt und juckt. Wenn sich nachfolgend die oft schmerzhaften Herpesbläschen bilden, möchten man nur noch eins: den Lippenherpes schnell wieder loswerden. Aber was tun gegen Herpes an der Lippe und wie kann man vorbeugen?

Zur Linderung der Symptome bei Lippenherpes wird von Zahnpasta über Eiswürfel vieles ausprobiert. Die Wirkung der so genannten Hausmittel beschränkt sich meistens auf die Austrocknung der Bläschen, was aber nicht immer zu einer schnelleren Heilung führt. Manchmal kann eine zu trockene Haut auch durch Rissbildung ein Einwandern von unerwünschten Bakterien und damit eine Verschlechterung verursachen. Virushemmende Cremes oder Gels gehen dagegen aktiv gegen das Virus vor.

Die virenhemmenden Stoffe helfen, die Vermehrung der Viren und somit die Symptome bei Herpes-Erkrankungen in Schach zu halten. Dann heilen die Herpesbläschen in der Regel schneller ab. Als Standardtherapie werden Nukleosidanaloga wie die Wirkstoffe Aciclovir und Penciclovir eingesetzt. Beim unkomplizierten Lippenherpes werden sie zum Beispiel als Creme mehrmals täglich aufgetragen. Bei hartnäckigen Rückfällen oder stärkeren Beschwerden werden Virenhemmer auch in Tablettenform verordnet. Bei massiver Aussaat der Herpesviren, wie es manchmal bei Neurodermitis-Patienten zu beobachten ist, muss die Behandlung stationär erfolgen. Hier wird das entsprechende Medikament als Infusion verabreicht.

Docosanol dient ebenfalls der Behandlung bei Erwachsenen und Kindern über 12 Jahren, deren Immunsystem intakt ist. Dieser Wirkstoff verhindert ein Eindringen der Viren in die Hautzellen und sollte zu Beginn der Erkrankung aufgetragen werden.

Zink und Heparin als alternative Therapie

Als Alternative zur Therapie mit diesen Stoffen bieten sich Kombinationen aus Zink und Heparin an: Sie trocknen die Bläschen aus und sollen die Ausbreitung des Virus hemmen. Außerdem gibt es als weitere Mittel zur Therapie von Lippenherpes Melissenextrakte, spezielle Pflaster für Herpesbläschen sowie homöopathische Mittel. Allerdings zeigen solide Studien keine eindeutige antivirale Wirksamkeit – weder der Kombinationspräparate noch der homöopathischen Mittel. Bei den phytotherapeutischen Mitteln wie Melissenextrakte und Teebaumöl besteht ein antiviraler Effekt außerhalb der Wirtszelle. Das bedeutet, dass sie hauptsächlich im Anfangsstadium der Erkrankung erfolgreich sind.

Manchmal wird die geschädigte Haut zusätzlich zum Lippenherpes von Bakterien befallen. Diese haben es durch die Risse leicht, in die Haut einzudringen. Wenn eine solche „Superinfektion“ entsteht, kann zusätzlich eine desinfizierende oder antibakterielle Therapie notwendig sein.

Dieser Artikel stammt von vitanet.de , wo Sie viele Informationen zu Gesundheit finden!

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Autorenteam Sonja und Harry Bode