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Unschlagbares Cortison: Oft Retter in Not!

Cortison ist ein effektives Medikament, aber es kann zu Nebenwirkungen führen

Cortison, Medizin, Medikamente
Bild: fotolia

Cortison – eines der meist verwendeten Medikamente

Cortison wird seit mehr als 70 Jahren vielfältig und wirkungsvoll zur Behandlung von Entzündungen eingesetzt, oft sogar lebensrettend, etwa bei einem allergischen Schock. Angst vor Nebenwirkungen sollte kein Grund sein, auf eine notwendige Cortisonbehandlung zu verzichten. Gute Pillen – Schlechte Pillen informiert, wie sich unerwünschte Wirkungen reduzieren lassen.

„Cortison“ ist eine umgangssprachliche Bezeichnung für Glucocorticoide. Deren Wirkung ähnelt dem körpereigenen Hormone Cortisol, das unter anderem Entzündungsprozesse dämpfen kann. Je nach Art der Erkrankung kann Cortison in verschiedenen Wirkstoff- und Darreichungsformen, wie zum Beispiel bei Nieren-,Krebs-,Entzündungen, ärztlich verordnet werden.

Glucocorticoide sind zum Beispiel in Form von Spritze oder Infusion lebensrettend bei einem allergischen Schock, bei Nieren- und Krebserkrankungen oder bei einem akuten Asthmaanfall. Die Behandlung dauert meist nur wenige Tage, ist dafür aber hochdosiert. Auch bei einer Organtransplantation hilft Cortison maßgeblich, dass das neue Organ nicht abgestoßen wird. Und wen zum Beispiel Rheuma mit entzündeten Gelenken, Asthma mit entzündeten Bronchien oder Morbus Crohn mit Entzündungen im Darm quält, erhält über einen längeren Zeitraum linderndes Cortison.

Nebenwirkungen:

In welcher Form Nebenwirkungen auftreten und wie heftig sie ausfallen, hängt von Art, Dosierung und Dauer der Anwendung ab. Deshalb gilt grundsätzlich: Nur anwenden, wenn wirklich nötig, so kurz und so niedrig dosiert wie möglich! Deshalb sind die meisten Cortisonpräparate auch nur mit Rezept zu bekommen. Ist eine längerfristige Cortisonbehandlung unumgänglich, wirkt sich das oft negativ auf den Stoffwechsel aus. Daher bekommen Patienten den cortisonartigen Arzneistoff – wenn möglich – oft zunächst nicht als Tablette, sondern zum Beispiel bei Asthma in Sprayform und bei Hauterkrankungen wie Neurodermitis als Creme oder Salbe.

Tabletten: Weil die Wirkstoffe per Tablette direkt ins Blut gelangen, kann es im ganzen Körper zu Nebenwirkungen kommen. Blutdruck oder Blutzucker können zum Beispiel ansteigen. Deshalb sind regelmäßige ärztliche Kontrolluntersuchungen wichtig.

Der Artikel vom 04. Februar 2017 wurde aktualisiert.

Textquelle u.a.:gutepillen-schlechtepillen.de