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Rund um den Wein

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Bild: pixabay

Die Geschichte des Weins

Wein
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Archäologische Funde belegen, dass schon 6000 vor Christus Wein angebaut wurde. Die Weinrebe gehört damit zu den ältesten Kulturpflanzen der Menschen. Als Ursprung der kultivierten Weinrebe und der Weinkultur gelten Transkaukasien (Armenien, Georgien, Aserbaidschan) sowie Mesopotamien, das bekannte Zweistromland zwischen Euphrat und Tigris. Von hier aus verbreitete sich die Weinkultur allmählich nach Westen, zuerst in den Libanon, dann nach Ägypten und Griechenland. Als die Griechen zwischen 1000 und 600 vor Christus die Mittelmeerländer besiedelten, verbreiteten sie auch den Weinbau, insbesondere in der Provence und in Italien.

Die Römer übernahmen später die von den Griechen angelegte Rebkultur und bauten sie in ganz Europa weiter aus. In der Antike wurden die Trauben mit blossen Füssen gepresst. Die Traubenreste (Trester) wurde in Säcke abgefüllt. Diese wurden wiederum so lange gepresst, bis der Most ablief. Die Vergärung setzte von selbst ein. Zur Lagerung wurde der Wein in Amphoren aus Ton abgefüllt.

Mit dem schleichenden Niedergang des Römischen Reiches verlor auch der Weinbau vorübergehend an Bedeutung. Erst in den mittelalterlichen Klöstern wurde wieder Weinbau kultiviert. Es waren vor allem Benediktinermönche, die ihn vorantrieben und verbesserten und somit den Grundstein für unsere heutige Weinkultur legten. Holzfässer lösten die Amphoren als Lagerbehälter ab. Durch europäische Auswanderer und Kolonisatoren wurde der Weinbau insbesondere von den Spaniern, Holländern und Engländern in die ganze Welt hinausgetragen (Nord- und Südamerika, Südafrika, Australien, Neuseeland usw.).

Im 19. Jahrhundert war die aus den USA eingeschleppte Reblaus dafür verantwortlich, dass Europas Weinberge innerhalb von 30 Jahren fast vollständig vernichtet wurden. Das kleine Insekt greift die Wurzel des Rebstocks an und bringt diesen zum Absterben. Lange stand die Wissenschaft der Reblausplage hilflos gegenüber. Alle Versuche zur Bekämpfung der Reblaus schlugen fehl. Nach längeren Forschungen fand man heraus, dass einige amerikanische Reben resistent gegen den Schädling sind. So begann man mit der Veredelung von Reben: Man pfropfte europäische Reben auf amerikanische Unterlagsreben (Wurzelstöcke). So richtig in Schwung kam der Weinbau in Europa erst wieder nach dem Zweiten Weltkrieg.

Textquelle: delinat.com

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Autorenteam Sonja und Harry Bode