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Würdevoll Abschied nehmen – aber wie?

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Bild: fotolia

Bei einem Todesfall sollte man darauf achten, würdevoll Abschied von dem Toten zu nehmen

Ein geliebter Mensch ist tot. Im Schockzustand und ihrer Trauer müssen die Angehörigen nun über die Art der Bestattung entscheiden. Normalerweise wird der Wunsch des Verstorbenen respektiert, falls er denn bekannt ist. Ansonsten sind die Angehörigen gefordert, im Sinne des Toten zu entscheiden.

Grundsätzlich müssen sie sich zwischen zwei Bestattungsformen entscheiden: der Erdbestattung in einem Sarg oder der Feuerbestattung. Nach der Einäscherung kommt die Asche in eine Urne. Beigesetzt wird die Urne entweder auf dem Friedhof in einem Grab, anonym im Wasser oder an einem Baum. Die Kosten für die einzelnen Bestattungsarten variieren erheblich. Dennoch werden die meisten Hinterbliebenen nicht nach den Kosten, sondern nach dem Wunsch des Verstorbenen entscheiden.

Erdbestattung

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Bild: CC0

Die Erdbestattung ist immer noch die klassische Beisetzungsform in Deutschland. Für sie gelten behördliche Vorschriften. So darf der Leichnam nicht in einem Tuch beerdigt werden, sondern muss in einen Sarg. Weiterhin sind die Tiefe und Fristen geregelt, wann die Erdbestattung zu erfolgen hat. Alle Informationen zu den Vorschriften sowie Unterstützung im Todesfall finden Angehörige bei TrauerHilfe Denk. Die Hilfe beschränkt sich nicht nur auf die Beratung, sondern umfasst auch Behördengänge und Formalitäten.

Auch der Umfang der Erdbestattung und die damit verbundenen Kosten werden mit dem Bestatter festgelegt. Bei einer klassischen christlichen Trauerfeier fallen zahlreiche Kosten an. So beispielsweise Friedhofsgebühren, Bestatterleistungen, Fremdleistungen und Sargkosten . Die Kosten für eine Erdbestattung können leicht zwischen 8.000 und 20.000 Euro liegen zuzüglich Leichenschmaus.

Feuerbestattung

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Bild: adobe

Die Zahl der Feuerbestattungen nimmt stetig zu. Das liegt zum einen am geringeren Platzbedarf für ein Grab und zum anderen an den geringeren Kosten. Einige Angehörige entscheiden sich auch für eine Feuerbestattung aus hygienischen Gründen. Bei einer Feuerbestattung wird der Leichnam mit dem Sarg eingeäschert. Vor der Kremierung findet eine rechtsmedizinische Untersuchung statt, damit weder an der Todesursache noch an der Identität des Verstorbenen Zweifel bestehen. Die Beisetzung erfolgt auf dem Friedhof, unter einem Baum oder auf See.

Urnenbeisetzung auf dem Friedhof

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Bild: „UrneGeschlossen“ von Norbert Hüttisch,

Je nach Wunsch der Angehörigen, findet die Urnenbeisetzung ohne oder mit einer Abschiedszeremonie statt. Wie bei einer Erdbestattung ehrt ein Geistlicher oder Trauerredner den Verstorbenen. Danach wird die Urne in einem Urnengrab oder in einer Nische der Urnenwand beigesetzt. Geht die Asche des Toten in ein Urnengrab, können die Angehörigen eine Schaufel voll Erde darauf werfen und so Abschied nehmen. Die Kosten für eine Feuerbestattung inklusive Folgekosten liegen deutlich unter einer Erdbestattung. Durchschnittlich fallen knapp 6.000 Euro für Bestatterleistungen und Friedhofsgebühren an.

 

Seebestattung

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Bild: Seeurne“ von gk – gk. Lizenziert unter CC BY-SA Wikipedia

Anstatt die Asche in einer Urne auf dem Friedhof beizusetzen, ist auch eine anonyme Seebestattung möglich. Dafür ist allerdings eine behördliche Genehmigung erforderlich. Wird eine Seebestattung gewünscht, sollte dies daher zu Lebzeiten schriftlich dokumentiert werden. Idealerweise mit der Unterschrift eines Zeugen, damit keine Zweifel bestehen. Die Seebestattung ist begleitet (mit Angehörigen) oder still möglich. Bei der begleiteten Zeremonie stimmen die Angehörigen den Ablauf mit dem Bestatter ab. Zum Abschluss wird die Asche in einer See-Urne dem Meer übergeben. Dabei lösen sich die See-Urnen nach der Bestattung vollständig im Wasser auf. Blumen oder Kränze dürfen nicht ins Meer geworfen werden. Die genauen Koordinaten der Bestattung werden im Schiffslogbuch eingetragen. Wer als Angehöriger eine Erinnerung an die Bestattung haben möchte, erhält eine Urkunde mit den Koordinaten inklusive Auszug aus dem Logbuch.

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Autorenteam Sonja und Harry Bode